EssayKonrad Paul Liessmann: Ode an die Grenze

Grenzen sind zusehends verpönt. Doch sie trennen nicht nur. Sie verbinden auch, sorgen auch für Vielfalt und Pluralismus. Der Philosoph Konrad Paul Liessmann über ein Prinzip, das unser ganzes Leben durchzieht. Ein Essay aus dem neuen Magazin "Der Pragmatikus".

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Illustration Margit Krammer
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Nach einer langen Fahrt erreichen wir endlich die Grenze. Sie ist kaum bemerkbar. Wohl verengen sich die Fahrspuren, und die Geschwindigkeit muss gedrosselt werden. Die Grenzstation selbst aber ist verwaist, kein Grenzbeamter ist zu sehen. Die Reise kann ohne Unterbrechung fortgesetzt werden. Nur ein paar Schilder machen darauf aufmerksam, dass wir uns nun in einem anderen Land befinden, in dem sich die Geschwindigkeitsbeschränkungen ändern. Und das war es auch schon.

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