KolumneDirk Stermann: Mordmazedonien

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Dirk Stermann
Dirk Stermann © (c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)
 

Der kleine Sohn eines Münchner Freundes schrieb in der Volksschule in einer Aufzählung von Ländern, die er kennt das Wort „Mordmazedonien“. Das wäre eine dramatische Bezeichnung für ein Land, wenn es tatsächlich so heißen würde. Mordmazedonien, da täte man sich schwer mit Tourismuswerbung. Da hätte es der pazifistische Ozean sicher leichter oder die Wiener U-Bahnstation „Friedensbrücke“. Das Death Valley in den USA gilt als der heißeste Punkt der Vereinigten Staaten. Dort steigt das Thermometer manchmal auf über 50 Grad. Aber sogar dort leben Menschen. Ich las ein Interview mit einer jungen Familie, die sehr glücklich dort sind. Sie leben dort mit zwei kleinen Kindern zwischen mehreren Kühlgeräten. Auf die Frage, ob es an so einem Ort nicht unmöglich sei, zu leben, sagten sie: „Wieso?“.

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