Genfer KonventionNach 70 Jahren: Muss man die Flüchtlingskonvention neu denken?

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© Kleine Zeitung
 

70 Jahre sind in der Weltgeschichte keine lange Zeitspanne und können doch eine Ewigkeit sein. Vor sieben Jahrzehnten wurde die Genfer Flüchtlingskonvention verabschiedet. Der Weltkrieg hatte Millionen Menschen zu Flüchtlingen gemacht und in einer neuen, besseren Welt sollten wenigstens die Rahmenbedingungen für einen menschlichen Umgang mit Schutzsuchenden abgesteckt sein.

Kommentare (4)
GanzObjektivGesehen
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Wenn man “Flüchtlinge” durch “Schutzsuchende” ersetzt...

..... und damit alle erfassen würden, deren Leben in Gefahr ist, würde man schneller erkennen, dass dieses System nicht funktionieren kann.
Nur die Symptome zu bekämpfen mag oberflächlich gesehen ausreichend und befriedigend erscheinen. Auf Dauer hilft es aber nur die Krankheit als solche zu bekämpfen..

Wenn wir, wie von den meisten gefordert, das Klimaproblem durch Verzicht unter Kontrolle bekommen wollen, dann sage ich das wird nicht funktionieren. Weil die wenigsten verzichten wollen. obwohl es sicher vertretbar wäre.

Wollten wir allen Schutzsuchenden helfen, wäre das Ausmaß des Verzichts um ein Vielfaches höher. Wir würden zwar nicht in die “Steinzeit” enden aber dennoch viele Jahrzehnte in die Vergangenheit reisen. Wer macht den ersten Schritt?
Ich werde es vermutlich nicht sein.....

Landbomeranze
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Die Zweifel am Funktionieren

der Konvention bei der aktuellen Wirtschaftsmassenmigration mehren sich. Einige Länder außerhalb der EU haben sich nie daran gehalten. Als Kickl dieses Thema ansprach und nötige Änderungen forderte, gab es einen medialen Proteststurm. Jetzt, 1,5 Jahre später, ist der Ruf nach Überprüfung und Änderung plötzlich gesellschaftsfähig. Ich bin zwar nicht Kickl Fan, aber seine Forderung vor 1,5 Jahren hatte volle Berechtigung auch seine damalige Formulierung das Gesetz hat der Politik zu folgen. In einer Demokratie sind eben die Politiker für Gesetzesänderungen und die Schaffung neuer Rechtsbestimmungen zuständig. Was nachdenklich macht, ist das Faktum, dass damals die Devise der Opposition und vieler Medien lautete, Kickl muss weg. Mit Kurz muss weg, weil er sich erlaubte, bestimmte Rechtseinrichtungen
(WKSta) zu kritisieren, revachierte sich Kickl und die ganze Opposition fährt mit. Die Frage bleibt, ob Kurz auch zu späterer Zeit Recht gegeben wird.

zweigerl
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Obsolete Konvention

In einer enger werdenden Welt, die Gründe sind die rasanten Bevölkerungszunahmen und das Unbrauchbarwerden von großen Flächen aufgrund massiver ökologischer Schädigungen, verschärft sich das Anspruchsdenken auf ein Erstbesetzungsrecht von (noch) intakten Territorien. Migrationen bekommen dadurch den Charakter einer territorialen Besetzung. Sie erscheinen als Anfang einer den früheren Eroberungskriegen ähnlichen Verdrängungsbewegung. Auf diesem Hintergrund muss die Genfer Flüchlingskonvention als krass obsolet eingeschätzt werden. Es bleibt die Hoffnung, dass unser siecher Planet wieder in einen Garten Eden zurückverwandelt werden kann, der allen Lebewesen gute Lebensbedingungen bietet. Diese Hoffnung ist freilich gering.

Landbomeranze
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Den Garten Eden hat es in

der ganzen Menschheitsgeschichte nie gegeben. Meistens galt "fressen oder gefressen werden)