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KolumneDirk Stermann: Mein Albtraum mit Armin Wolf

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Dirk Stermann
Dirk Stermann © APA/Georg Hochmuth
 

Armin Wolf war in full effect. Wie immer. Wie im echten Leben, war er auch in meinem Traum unerbittlich, gut vorbereitet, knallhart in seinen Fragen und ließ mir nichts durchgehen. Im Traum war ich der Gesundheitsminister, im Schafspelz. Ich hatte klitzekleine Augenbrauen und trug eine Brille, so hab ich erkannt, dass ich der Gesundheitsminister bin. Ich hatte durchgehend Schweißtropfen über der Schafslippe und der Schafsstirn. Ich stotterte etwas von sicherem Lockdown und Tirol, verwechselte Antigentests und Antikörpertests und verhaspelte mich mehrmals beim Namen Platter. Einmal sagte ich versehentlich: „Der Tiroler Landeshauptmann Sepp Blatter“, ein andermal nannte ich ihn „Platt und Platter“.

Armin Wolf korrigierte mich ein ums andere Mal. Ich konnte alle Infektionszahlen runterrattern, aber wusste nicht mehr, was das bedeutet. Verwechselte Südafrikamutationen mit Südtirolmutanten, es war furchtbar. Und Armin Wolf ließ nicht locker. Vor der ganzen Nation versagte ich im Traum, wissend, dass es wichtig wäre, Vertrauen aufzubauen in dieser Krisenzeit. Aber der Schafspelz kratzte, die Brille rutschte mir mehrfach über die Schafsnase. „Muh-Tanten“, sagte ich. „Die Tanten von Kühen. Bergkühen, ach, ich weiß es nicht, Herr Wolf. Totales Blackout!“ Armin Wolf sah mich streng an, Gott sei Dank endete der Traum abrupt.

Kommentare (2)
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Rasse77
3
7
Lesenswert?

Sensationell

Ich hatte die Bilder direkt vor mir *ggg*

gobli
5
14
Lesenswert?

Weltklasse

Danke für diesen Text