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KolumneDirk Stermann: The Land of the Free

Dirk Stermann
Dirk Stermann © (c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)
 

Wegbeamen. In eine Zeitkapsel setzen und mal raus. Die Gegenwart ist ein ungemütlicher Ort. Wird schon wieder. Also verreisen nur im Kopf. Dem Lockdown die lange Nase zeigen. Länger als Anschobers Augenbrauen. Achten Sie mal darauf. Unser Gesundheitsminister ist über den Augen eine Art Gegenentwurf zu Breschnew oder Heinz Fischer. Augenbrauen, kurz wie das Leben einer Eintagsfliege. Aber egal. Kein Bodyshaming und raus aus dem Jetzt.
Einsteigen. Türen schließen.

1980, USA. Ich war 15 Jahre alt und Austauschschüler. In Platte, South Dakota. „It’s not the end of the world, but it’s fucking close.“ Dieser Spruch stand auf einem Aufkleber, den Mrs. Schoenrock auf ihrem verbeulten Dodge kleben hatte. Die Schoenrocks waren Farmer, sieben Kinder hatten sie, die vier Mädchen mussten den Tisch abräumen, ich musste sitzen bleiben. It’s a girls’ thing, sagte Mrs. Schoenrock, als ich meinen Teller abräumen wollte. Opa Schoenrock zeigte mir direkt nach der Ankunft seine Waffen. Drei hatte er immer in seinem Chevrolet-Pick-up liegen, der aussah, als hätten ihn die Waltons schon gebraucht gekauft. „To fight Indians, if they deserve it“, sagte er.

Kommentare (1)
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HASENADI
1
5
Lesenswert?

Cooler Text!

😂🤣🤗macht Vieles verständlich🤠
Echt witzig😘