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US-WahlDie USA werden auch unter Joe Biden nicht zu Normalität zurückkehren

Joe Biden mag das Charisma eines Barack Obama fehlen. Und er wälzt wohl auch keine großen Zukunftspläne für die USA. Genau deshalb könnte er der richtige Mann sein.

Versöhnungsangebot für eine gespaltene Nation: Joe Biden
Versöhnungsangebot für eine gespaltene Nation: Joe Biden © AFP
 

Eine Wahl, zwei Blitzlichter. Das eine zeigt Donald Trump, wie er bei einem bizarren nächtlichen Auftritt im Weißen Haus die Präsidentschaft zu usurpieren versucht. Das andere Joe Biden, der die Nation zur Besonnenheit mahnt. Der Vergleich macht sicher. Biden ist die richtige Wahl für Amerika. Mit seiner unaufgeregten, ausgleichenden Art ist er der Mann, den das aufgewühlte Land braucht, um nach vier Jahren Achterbahnfahrt mit Trump zur Ruhe zu kommen.

Kommentare (3)
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RonaldMessics
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Trump und die USA

Wenn das Wahlprozedere archaisch ist, dann war und ist Trumps Verhalten sogar wichtig, denn wie sonst wäre in den USA möglich den Bürgern den Reformbedarf schmackhaft zu machen.
Trump ist in seiner Person kein untypischer Ami. Erfolg durch Cash entspricht vielen Amis der Vorstellung von Clevernes.
Auch das anglikanische Rechtssystem trägt vieles dazu bei, sodass es erst recht Sinn macht sich so zu verhalten wie es Trump tut.
Aber alles in allem, für uns Europäer erscheint es irrational.

Zwiepack
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Reformbedarf klar machen!

Ja, genau das hat Obama gemacht und Trump hat in vier Jahren versucht, möglichst viel davon wieder rückgängig zu machen.

Die von Trump angeleiteten Reformen gingen genau in die falsche Richtung:

Importzölle machen viele Produkte wieder teurer und am Ende die amerikanische Wirtschaft weniger wettbewerbsfähig. Mittel- und langfristig kein Gewinn.

Der Unilateralismus schwächt die Position der USA. Auch Amerika braucht Verbündete, ein paar Speichellecker aus Osteuropa (Polen, Ungarn) reichen da nicht aus. Insgesamt auch die Position der westlichen Welt in der Konkurrenz zum aufstrebenden China.

Klimawandel: Trump wehrt sich hier gegen jede Reform, im Gegenteil - siehe Austritt aus dem Pariser Abkommen.
Der Klimawandel ist fakt - keine Glaubensfrage und wenn die USA jetzt untätig bleiben wird am Ende auch die Wirtschaft unter den Langzeitfolgen leiden.

RonaldMessics
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@Zwiepack

Die von eingeleiteten Reformen gingen aus der Sicht Europas in die falsche Richtung, aber die meisten Amis sind mit diesen Reformwegen einverstanden. Auch Demokraten sind in Teilen auf der Seite der Reformwege von Trump, Trump hatte es nur im Verkauf seiner politischen Wege völlig übertrieben, und er hat, aus welchen Gründen auch immer wieder gelogen.

Klimawandel gibt es für die überwiegende Mehrheit der Amis nur als natürliche Erscheinung, aber nicht vom Menschen verursacht.

Das die Welt mit einer solchen Politik schwierige Zeiten vor sich hat und haben wird, da bin ich ganz ihrer Meinung, ich versuche nur, nachdem ich eine Zeit in den USA war, und gute Bekannte habe, es auch aus der Sicht der Amis zu erklären.
Franz-Stefan Gady beschreibt heute in der Kleinen Zeitung die USA ausgesprochen gut.