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Handkes Nobelpreis-RedeWürdig, sich zu freuen: Lest Handke!

Der Disput um Peter Handke steht beispielhaft für eine zunehmend verwahrloste und hysterisierte Debattenkultur. Sie erinnert an alte Western und an Bandenkriege.

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Peter Handke hielt seine Nobelpreis-Rede © AP
 

Nein, Peter Handke ist in seiner Nobelpreis-Rede gestern nicht auf Serbien und den Streit eingegangen. Das war klug. Was immer er gesagt hätte, die Mechanik von Schlag und Gegenschlag wäre von Neuem in Gang gesetzt worden, ohne Zugewinn an Erkenntnis. Das öffentliche Reden benötigt den anderen nicht mehr, es erschöpft sich im Selbstbezüglichen, im papageihaften Repetieren von Vorgefertigtem, und das Ergebnis ist entweder Verherrlichung oder Verdammung, Gefolgschaft oder Geifer.

Kommentare (7)

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petzi2105
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offen gesagt : ich kann VIELES in ihrem Leitartikel nachvollziehen

In "Das wichtige Dazwischen" , ihrer Analyse zur Nobelpreisrede von Handke erinnern sie mich wiederum daran, warum ich die Kleine Zeitung mag. Ich bin nicht mit allem einverstanden, aber z.B. Ihre Analy sen und Beurteilungen haben meistens den Tiefgang und die Breite die eine - von mir sehr bevorzugte- Debattenkultur ausmacht.
Danke dafür und LG
DI Petz Erwin
Lieboch, Am Bach

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gerbur
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Bin beinahe froh,

dass dieser hochnäsige, arrogante Selbstdarsteller Poet geworden ist. Der Typ in einer Uniform auf dem Balkan wäre mir unheimlich und vielen Bewohnern dort vermutlich eine existentielle Bedrohung gewesen. Dessen brutale Verbalattacken gegen alles und jeden, der es auch nur wagt zu fragen, lassen eine faschistischen bösartigen Charakter vermuten.

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kritiker47
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Sehr geehrter Herr Chefredakteur !

Gerne gönne ich Ihnen die besondere persönliche Freude zur Verleihung an den Herrn Handke. Nicht ganz nachvollziehbar ist jedoch das ganze Drumherum mit der von Ihnen zu recht beschriebenen Hysterie und "Verwahrlosung". Allerdings bin ich der Überzeugung, dass leider der Ausgezeichnete selbst den Großteil dieses Zustandes zu verantworten hat mit seinen Äußerungen und geistigen Attacken auf die Mitmenschen und sogar der schreibenden Zunft. Hier stellt sich allerdings die berechtigte Frage, ob sich JournalistInnen dies von sonst Jemanden gefallen lassen würden, aber hier scheint der Toleranzpegel gar weit gesetzt zu sein. Für den/die Normalverbraucher wäre es hilfreich, wenn neben den Lobeshymnen auch über irgendwelche weltverbessernde oder menschenunterstützende Taten des Handke berichtet werden würde, damit auch die nicht so "Belesenen" an Handke etwas Besonderes finden können. Sonst bleibt sein "primitiver Scheisspapiervergleich" für die MedienvertreterInnen unbestritten stehen.

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kritiker47
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Wenn man die rechte Hand hebt

und den Holocaust verleugnet geht man in das Gefängnis. Wenn man die Greueltaten der Serben leugnet, bekommt man den Nobelpreis. Soviel zur Seriösität des Verleihungskomitees und der Wertigkeit des Preises. Die Kleine weiß seit Tagen leider keine anderen "Sensationen" zu berichten.

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wahrheitverpflichtet
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und alle wissen es!

HANDKE HAT NIEMALS KRIEGSVERBRECHEN USW VERLEUGNET! hört hinein in seine rede seit offen frei und erkennt was er uns sagen bzw mitgeeilt hat! ABER WER NICHT ERKENNEN WILL DER ERKENNT NICHT!

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heku49
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Mag ein toller Literat sein.....menschlich zum K.....!

Das Komitee wird sich schon oft die Haare gerauft haben, ob der unglücklichen Wahl.

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scionescio
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Ein großartiger Autor ist er mit ziemlicher Sicherheit ...

... ein arroganter, selbstgefälliger Pfau, dem es mittlerweile sichtlich Spaß macht, regelmäßig zu verstören, aber auch.

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