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TV-KolumneBingo-Abend statt Binge-Watching für den Klimawandel

© APA/AFP/LIONEL BONAVENTURE (LIONEL BONAVENTURE)
 

Wenn in der Nacht zum Montag die Emmys verliehen werden (die gern als Fernsehoscars tituliert werden, aber längst Streamingoscars sind), könnte eine Serie ihren Kultstatus für lange Zeit einzementieren: „Game of Thrones“ ist dieses Jahr für 32 Emmys nominiert. Insgesamt wurde die Serie also bereits für 161 Emmys nominiert. Es ist kein Geheimnis, dass für die Konkurrenz The Next Big Thing in einem ähnlichen Setting daherkommen muss. Amazon Prime hat mit „Carnival Row“ den Fehdehandschuh aufgenommen. Ein ernst zu nehmender Gegner wird die Serie nicht mehr werden. Der Blick zurück ist gerade im Streamingbusiness sehr in Mode und das ist so ziemlich das Gegenteil davon, was sich so gerade auf der Welt abspielt. Stichwort: Klimawandel.

Der kommt bei „Game of Thrones“ nur im umgekehrten Sinn vor: Acht Staffeln lang fürchtet man sich vor dem Winter, nur kurz unterbrochen durch hitzige Schlachten und noch hitzigeres Bettgetümmel. Vielleicht hat der Klimawandel in der Streamingwelt deshalb kein Leiberl, weil der weltweite Streaminghunger nur über gigantische Serverfarmen gestillt werden kann. Die Alternative kann folglich nur lauten: Bingo-Abend statt Binge-Watching. Und wer macht jetzt den Anfang?

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