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Comeback auf MallorcaStierkampf: Nein, von Mut ist hier keine Spur zu finden

Der Stierkampf feiert auf Mallorca sein Comeback: die Wiederaufführung des als Volksfest getarnten Abschlachtens im "Coliseo Balear".

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Spanien - und seine Definition von Mut
Spanien - und seine Definition von Mut © (c) AP (Atienza)
 

Die Menge johlte und delektierte sich an den Blutspritzern, panisch um ihr Leben laufenden Bullen – und den finalen Todesstößen mit dem Degen. Nach mehrjähriger Zwangspause kehrte nun auf Mallorca der Stierkampf in das "Coliseo Balear" zurück. Gut 9000 Freunde des als Volksfest getarnten Abschlachtens im Stadion, etwa 400 Gegner vor der Arena.

2018 kippten die Richter in Madrid teilweise ein Gesetz der Region Balearen, das die Regionalregierung durchgebracht hatte – und das die Verletzung oder Tötung der Stiere untersagt hatte. Die Begründung: Der Stierkampf sei "nationales Kulturgut" – und darüber dürfe nur der Zentralstaat entscheiden.

Mit Mallorca fiel eine der letzten stierkampffreien Bastionen Spaniens. Die "Corrida" wird weiter als Tradition, als Bewährungsprobe der angeblich besonders "Mutigen" inszeniert. Sie bleibt, was sie ist: Testosteronüberladene Tierquälerei, abscheuliches Symbol menschlicher Überheblichkeit – und armselig.

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