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TV-TagebuchDoku über das Fyre-Festival: Wenn Hühnerdiebe goldene Eier wittern

Sie wollten groß ins Musikbusiness einsteigen und haben eine Supergau entfacht. Wie ein Luxus-Musikfestival außer Kontrolle geraten ist, zeigt eine neue Doku auf Netflix.

Ja Rule und Billy McFarland
Wollten mit dem Fyre-Festival ins Eventbusiness einsteigen: Ja Rule und Billy McFarland © Netflix
 

Es hat noch immer Gültigkeit, das Zitat von Helmut Schmidt: „Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen“. Leider halten sich zu viele Leute viel zu selten daran oder schlechter noch: Sie lassen sich selbst auf die Öffentlichkeit los. Ein besonders originelles Exemplar ist der Amerikaner Billy McFarland, er hat 2016 mit Rapper La Rule eine Firma gegründet, um groß ins Eventbusiness einzusteigen. Auf einem Web Summit, dort, wo seit Jahren auffallend oft viel heiße Luft produziert wird, haben sie ihre Vision offenbart: Ein Luxus-Musikfestival auf einer Insel auf den Bahamas. Innerhalb weniger Wochen zahlten Menschen Unsummen für Festival-Luxuspakete. Was sie nicht wussten: Keiner dieser Typen hatte je ein Festival veranstaltet. Kurz: der Supergau war war nur eine Frage der Zeit.

Die Doku „Fyre“ lässt ehemalige Mitarbeiter wie Geschädigte zu Wort kommen und zeigt den Wahnsinn auf, wenn Hühnerdiebe goldene Eier wittern. Über 27 Millionen Dollar hat McFarland Investoren abgeluchst. Das Rezept war simpel, aber wirksam: „Wir verkaufen Luftschlösser an gewöhnliche Loser“, so sein Geschäftspartner. Ein Luxus ist McFarland geblieben: Er darf sechs Jahre lang von einer einsamen Insel träumen. Wer sorgt für die Schattenseiten? Ein paar Gitterstäbe.

 

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