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Transatlantisches VerhältnisWer als weltpolitischer Akteur behandelt werden will, der muss sich auch so verhalten.

Die USA stufen die EU diplomatisch auf den Rang einer internationalen zurück. Das ist nur logisch.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker begrüßt den Präsidenten der Europäischen Investmentbank Werner Hoyer © APA/AFP/JOHN THYS
 

Natürlich ist es eine Demütigung, wenn die USA die EU diplomatisch auf den Status einer internationalen Organisation zurückstufen. Aber ist es wirklich so unerhört, wie man in Europa tut?

Sicher, Donald Trump hat aus seiner Verachtung für die EU nie ein Hehl gemacht. Ihr Supranationalismus und ihre offenen Märkte sind die glatte Antithese zum polternden „America First“, das Amerikas Präsident zu seiner obersten Maxime gemacht hat.

Doch anstatt über das Downgrading jammern, sollten die Europäer die Botschaft dahinter beherzigen: Wenn Washington die EU nicht länger als eigenständigen weltpolitischen Akteur sieht, dann geschieht das deshalb, weil die Europäer sich nicht so verhalten. Sie sind noch nicht einmal imstande, sich alleine zu verteidigen, was sie freilich nicht abhält, sich den USA, auf deren militärischen Schutz sie nach wie vor angewiesen sind wie auf einen Bissen Brot, moralisch überlegen zu fühlen, ja diese zu verachten
Nur Amerika tut da nicht länger mit. Es will nicht nicht länger den Weltpolizisten spielen. Und schon gar nicht will es weiter das Kindermädchen für Europa sein.

Amerika will das tun, worin es die Nato-Trittbrettfahrer diesseits des Atlantiks in jahrzehntelanger Übung zur Perfektion gebracht haben. Es will möglichst wenig internationale Verantwortung schultern. Den Westen, wie ihn die Europäer verstanden haben, gibt es nicht mehr. Zeit für sie, aufzuwachen, Zeit endlich erwachsen zu werden. Stefan Winkler

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