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TV-TagebuchAlice Hörbiger oder so ähnlich: Zum neuen ORF-Film „Einmal Sohn, immer Sohn“

 

"Ich hatte großen Spaß an meiner Figur, da ich es liebe, boshafte Frauen zu verkörpern“, gestand Christiane Hörbiger nach den Dreharbeiten von „Einmal Sohn, immer Sohn“ (heute um 20.15 Uhr im ORF und in der ARD) – wohl auch, weil ihr eine luftig-leichte Komödie nach den vielen Dramen der letzten Jahre als Obdachloser oder als Alkoholabhängiger eine willkommene Abwechslung war.

Streitsüchtig und schonungslos – die Hörbiger kann als Lilo alle Register einer Diva ziehen. Und kostet das aus. Diese Lilo, deutsche Ikone der Frauenbewegung, ist die Herausgeberin eines gleichnamigen Frauenmagazins und stolz darauf, sich nicht auf „innere Werte“ reduzieren zu lassen. Oder hat irgendwer behauptet, dass Emanzen nicht eitel sind?
Das Finale ist freilich erwartbar, ein Mutter- und Großmutterherz hört eben nicht auf zu schlagen, auch wenn es lange außer Takt war – und dank der sympathischen Besetzung (Sebastian Bezzel als Sohn, Julia Brendler als Schwiegertochter und Michelangelo Fortuzzi als Enkel) macht man die Reise zum Wohlfühlschluss gerne mit.

Das einzige Geheimnis des Films: Wie viel Alice Schwarzer steckt eigentlich in Hörbigers jüngster Rolle? Die Frau, die sich sonst zu allem äußert, hat zu dieser Komödie bislang nämlich
geschwiegen.

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