Hollywood-Star Diane Kruger ("Troja") wird in einer deutschen Serie die Leinwand-Legende Marlene Dietrich (1901-1992) spielen. Der Fünfteiler wird "Marlene Dietrich - eine Frau im Krieg" heißen, wie Ufa Fiction am Freitag in Potsdam berichtete. Erneut wird Kruger unter der Regie von Fatih Akin spielen, mit dem sie schon beim Kinofilm "Aus dem Nichts" (2017) zusammengearbeitet hat.

"Ich kann es nicht erwarten, erneut vor Fatihs Kamera zu stehen und gemeinsam Marlene Dietrich wieder im Rampenlicht erstrahlen zu lassen", wird die 46 Jahre alte Deutsch-Amerikanerin zitiert, die aus Algermissen bei Hildesheim stammt und sehr heimatverbunden ist. "Ich habe 25 Jahre in Frankreich gelebt, zurzeit wohnen wir in New York. Heimat ist für mich wirklich die Welt. Aber ich fühle mich schon sehr europäisch und natürlich weiterhin sehr deutsch", sagt Kruger kürzlich in einem Interview. Gemeinsam mit ihrem Partner, "The Walking Dead"-Star Norman Reedus, 53, hat die Schauspielerin eine dreijährige Tochter. "Ich spreche Deutsch mit ihr, und sie versteht auch alles. Bestimmte Worte sagt sie nur auf Deutsch, zum Beispiel Pfannkuchen." Das wird ihr bei ihrer neuen Rolle sicher helfen.

Marlene Dietrich
© imago/Cinema Publishers Collecti

Die Produzenten haben sich für das Projekt die Rechte an der Marlene-Dietrich-Biografie "Meine Mutter Marlene" ihrer Tochter Maria Riva gesichert, an der sich der Fünfteiler auch orientieren wird. Schon einmal war das Buch die Vorlage für eine Verfilmung, damals fürs Kino: "Marlene" mit Katja Flint in der Titelrolle im Jahr 2000.

Eine Ikone ihrer Zeit

Zu den ausführenden Produktionsunternehmen gehört die Ufa, womit sich der Kreis schließt: Die 1992 verstorbene Künstlerin hatte ihre Karriere Ende der 1920er Jahre bei der damaligen Ufa begonnen, die in den Jahrzehnten danach eine wechselvolle Geschichte erlebt hat. Für Ufa-Geschäftsführer Nico Hofmann ist Marlene Dietrich eine zeitlose Figur: "Marlene Dietrich ist eine Ikone ihrer Zeit: ihr offener Umgang mit Sexualität, ihre klare Haltung zum Krieg unter dem nationalsozialistischen Deutschland, ihre Weltoffenheit und das klare Bekenntnis zur Diversität: Es ist das moderne Frauenbild weit über ihre Generation hinaus, das heute noch beeindruckt."

Zur Frage, bei welchem Anbieter die Serie laufen wird, gab es zunächst keine Informationen.