Kurz vor seinem 60. Geburtstag meldet sich Jim Carrey in einer ungewöhnlichen Rolle zu Wort. Seine Stimme ertönt auf dem neuen Album „Dawn FM“ von Superstar The Weeknd (31). Als Moderator eines fiktiven Radiosender spricht er die Hörerinnen und Hörer an: „You are now listening to 103.5 Dawn FM...“

Carrey, der Montag (17. Jänner)  seinen 60. Geburtstag feiert, ist wie Abel Tesfaye (31) alias The Weeknd Kanadier. Beide wuchsen im gleichen Stadtteil von Toronto auf. „Jim war meine erste Inspiration, um Künstler zu werden“, sagte der Sänger kürzlich dem Magazin „Variety“. Nun seien sie Freunde.

Mit Comedyhits wie „Ace Ventura“, „Die Maske“, „Dumm und Dümmer“ oder „Der Dummschwätzer“ wurde Carrey in den 90er-Jahren als Hollywoods hoch bezahlter Slapstickstar gefeiert. Das Image als Fratzenschneider hat er allerdings längst abgelegt.

Zuletzt fiel er durch politische Protestkarikaturen auf. Vor einem Jahr stellte er Donald Trump nach dessen Wahlniederlage als „Killer Clown“ dar. Nach dem gewaltsamen Sturm des Kapitols postete der Schauspieler auf Twitter eine bissige Zeichnung, die Trump mit einem Golfball als Clown-Nase, rot-verschmierten Lippen und grün umrandeten Augen zeigt. Politisch bezog er beim Wahlkampf auch als Darsteller in der Comedyshow „Saturday Night Live“ Position: In der beliebten Parodiesendung trat er als Demokrat Joe Biden auf.

Mit „Memoirs and Misinformation“ brachte Carrey 2020 einen satirischen Debütroman heraus. Er handelt von einem Mann namens Jim Carrey, der Hollywoodschauspieler ist und prominente Freunde wie Gwyneth Paltrow oder Anthony Hopkins hat, aber gleichzeitig unter der Oberflächlichkeit seiner Umgebung leidet und auf Sinnsuche ist.
„Der Jim Carrey in diesem Buch ist in Wirklichkeit ein Avatar für jeden in meiner Position“, sagte Carrey der New York Times. „Den Künstler, die Berühmtheit, den Star. Diese Welt und ihr ganzer Exzess und ihre Völlerei und ihre Selbstfokussierung und Eitelkeit.“ Es sei das perfekte Buch für „das Ende der Welt, der egoistischen Welt“.