Ein hochrangiger Ratsvertreter der englischen Stadt York hat im Missbrauchsskandal um den britischen Prinzen Andrew gefordert, dieser solle auch seinen Titel als "Herzog von York" verlieren. "Nachdem die Queen ihm seine militärischen Rollen und royalen Schirmherrschaften entzogen hat, sollte er nun auch auf seinen Titel als Herzog von York verzichten", sagte der Liberaldemokrat Darryl Smalley aus dem City of York Council am Freitag.

York sei stolz auf seine besondere Verbindung zur Krone. Nun müssten alle Anschuldigungen, die gegen Andrew erhoben wurden, aufgearbeitet werden. "Unsere großartige Stadt hat Besseres verdient", twitterte Smalley.

Prinz Andrew droht in den USA ein Prozess. Die Klägerin Virginia Giuffre wirft dem Royal vor, sie vor rund 20 Jahren als Minderjährige mehrfach missbraucht zu haben. Sie soll dabei von dem mittlerweile gestorbenen US-Multimillionär Jeffrey Epstein an Andrew vermittelt worden sein. Die Queen hatte nach Forderungen aus dem Militär ihrem zweitältesten Sohn (61) alle militärischen Dienstgrade und Schirmherrschaften entzogen und sich damit deutlich distanziert.

Das englische Königshaus ist dadurch in Bedrängnis: Laut "Daily Mail" sind Prinz Charles und Prinz William die treibenden Kräfte, die eine Distanzierung von Andrew vorantreiben.