Aussichtsreich?Chef der "Bierpartei" will Bundespräsident werden

Marco Pogo, Chef der Bierpartei und der Band Turbobier, strebt das höchste Amt im Staat an. Sonst hat er nächstes Jahr auch allerhand vor.

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FREQUENCY 2019: KONZERT - TURBOBIER
Bringt er einen neuen Stil in die Hofburg? Marco Pogo, hier nicht auf der Staats- sondern auf der Frequency-Bühne © APA/HERBERT P. OCZERET
 

Marco Pogo, Vorsitzender der Bierpartei, Musiker und Arzt, will 2022 bei der Bundespräsidentenwahl antreten. 2022 werde ein "ein recht dichtes Jahr, mit all den Verschiebungen, neuen Konzerten und nicht zu vergessen dem Bundespräsidentenwahlkampf, bei dem ich auch als Kandidat mitmischen will", so Pogo in einem Interview mit der "Neuen Vorarlberger Tageszeitung". Derzeit arbeitet er in Vorarlberg an einem neuen Album.

Gemeinsam mit seinem Produzenten Toni Meloni produziere er das Livealbum der zwei Volkstheatershows, die er mit Band "Turbobier" im November spielte, auch ein zweites Studioalbum sei in der Pipeline, dieses werde aber wohl nicht 2022 erscheinen. "Im Moment inspiriert mich die Lage der Welt, die Katastrophen und die vielen Umbrüche. Ich spüre, dass ich da selbst viel abzuarbeiten habe, ich glaube, die Zeit des stillen Zuschauens ist vorbei. Viele Künstler haben sich lange mit sich selbst beschäftigt, inklusive mir. Ich will jetzt auch meinen Senf zur Gesellschaft dazugeben", sagte Pogo. "Die globale Entscheidungslosigkeit macht mich schon wütend. Als einzelner Mensch kann man ja scheinbar so wenig machen. Dem möchte ich etwas entgegensetzen", erklärte er.

Wäre Pogo für einen Tag lang Kulturminister in Österreich, würde er sich mit allen Kulturschaffenden an einen Tisch setzen und in der Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen, "was es kulturell alles gibt". "Ich würde ihnen zeigen, dass sie nicht vergessen worden sind, denn Kultur beschränkt sich nicht nur auf die Salzburger Festspiele", betonte er. "Vor allem würde ich die Clubszene mit gezielten Fördermaßnahmen retten, damit es auch noch in zehn Jahren ein Conrad Sohm oder einen Spielboden gibt. Ein Runder Tisch mit Bier dazu wäre wohl gut", so sein Vorschlag.

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Danke für Ihr Verständnis.

Schöckelbacher
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Wie so viele Künstler

ein kluger Mensch. Hat auch an der Politik Gefallen gefunden und setzt sich bereits als Bezirksrat in Wien-Simmering für die Anliegen der Bevölkerung ein. Als Arzt und Musiker ist er sicherlich mit einer ordentlichen Portion Empathie ausgestattet. Es ist ihm für seine vielen breit gefächerten Tätigkeitsbereiche weiterhin viel Erfolg zu wünschen.

himmel17
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Bitte wer genau?

Beim Oktoberfest war er nie dabei. Und beim Opernball hat ihn auch keiner je gesehen. Also: Abflug!

Heike N.
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Also für mich durchaus wählbar

Was die Allgemeinheit bei diesem Herren gerne übersieht: im Gegensatz zu unseren Kanzlern der letzten Zeit hat dieser sogar einen Studienabschluss. Als Mediziner. Nicht einer der leichtesten.

Ja, das würde mir gefallen