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Zehn Fragen anJulian Le Play: "Uns fehlt die Selbstliebe"

Mit gleich vier Nominierungen führt Julian Le Play die Amadeus Awards an. Der Musiker über die heilende Kraft von Rückschlägen und ein klammerndes Smartphone.

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Julian Le Play
Julian Le Play © Danny Jungslund
 

1 Was mögen Sie an sich?
Julian Le Play: Die Fähigkeit, immer und überall schlafen zu können.

2 Was fehlt unserer Gesellschaft?
Vermutlich Selbstliebe. Ich meine nicht Narzissmus, sondern „mit sich selbst o. k. sein“. Das würde sehr viele Probleme lösen und auch im nächsten Schritt die Nächstenliebe fördern.

3 Wann hatten Sie zuletzt Angst? Wie haben Sie sie bewältigt?
Ich habe dezent Flugangst, besonders wenn es heftig schüttelt. Hier hat mir einfach Corona eine Verschnaufpause verschafft.

4 Was gibt Ihnen Hoffnung?
„Fridays for Future“ und andere engagierte Jugendbewegungen. Außerdem: Musik.

5 Ihre Lieblingsserie? Warum? Alternativ: Ihr Lieblingssong? Warum?
„Haus des Geldes“. Die Serie hat mich über den allerersten Lockdown gerettet.

6 Mit dem Wissen und der Erfahrung von heute – was würden Sie Ihrem jugendlichen Ich ausrichten?
Dass jeder Rückschlag mit Abstand tatsächlich immer zu etwas Positivem geführt hat!

7 Welches Buch muss man gelesen haben und warum?
Ich liebe das Buch „Der Trafikant“ von Robert Seethaler. Es kombiniert wunderschöne Schreiberei mit geschichtlichem Hintergrund.

8 Was würden Sie gerne noch lernen wollen?
Wieder ohne mein klammerndes Smartphone zu leben. Es lässt mir zu wenig Freiraum.

9 Was bereuen Sie? Und warum?
Ich freu mich gerade, weil mir auffällt: nichts wirklich Fatales, nur kleine Dinge.

10 Was hat uns Corona gelehrt?
Dass wir mit ziemlich wenig zufrieden sein können. Und es hat uns viele Ablenkungen weggenommen und den Blick in uns selbst fast schon erzwungen. Nicht unbedingt leicht – aber sinnvoll.

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