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Spielsucht"Promi Big Brother"-Sieger wegen Betruges angeklagt

Gerade hat er bei der TV-Show "Promi Big Brother" abgeräumt, nun droht Sportreporter Werner Hansch juristischer Ärger: Wegen seiner Spielsucht soll er sich Geld erschlichen haben

Auf den Show-Sieg folgt ein Gerichtsverfahren: Werner Hansch © Sat.1.
 

Dem frisch zum Sieger der Sat.1-Show "Promi Big Brother" gekürten Sportreporter Werner Hansch droht ein Gerichtsverfahren wegen Betruges. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den 82-Jährigen erhoben, weil er sich in sechs Fällen Darlehen von Bekannten erschlichen haben soll. Dabei soll er vorgetäuscht haben, das Geld zurückzahlen zu wollen - in dem Wissen es gar nicht zu können.

Unter anderem habe er sich von dem CDU-Politiker Wolfgang Bosbach 5.000 Euro geliehen. Unter dem Druck des Ermittlungsverfahrens und der Berichterstattung in den Medien hat Hansch laut Anklage bereits Teile des geliehenen Geldes zurückgezahlt, sagte Kruse. Zum Zeitpunkt der Anklageerhebung Anfang August sei der 82-Jährige seinen Gläubigern noch insgesamt 34.500 Euro schuldig gewesen. Bosbach habe er da bereits die Hälfte der bei ihm offenen Summe erstattet.

Im Dezember 2019 hatte der CDU-Mann öffentlich gemacht, den Fall zur Anzeige gebracht zu haben. Seinen damaligen Angaben zufolge soll Hansch ihm bei einer Veranstaltung "unter Tränen" von einem Unfall berichtet haben, den er ohne Polizei regeln wolle - wofür er 20.000 Euro brauche. Bosbach hatte ihm nach eigenen Angaben dann 5.000 Euro geliehen, die Hansch nicht fristgerecht zurückgezahlt haben soll.

Hanschs Anwalt betonte: "Er will den Schaden, den er angerichtet hat, auf jeden Fall wieder gut machen." Auch gegenüber der "Bild"-Zeitung zeigte sich Hansch reumütig: "Ich gestehe nahezu alles ein. Mein Anwalt wird die Einsetzung eines Gutachters beantragen. Aus meiner Sicht kann er zu keinem anderen Ergebnis kommen, als dass ich durch diese Sucht vollkommen paralysiert und fremdbestimmt war."

Kommentare (1)

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bam313
1
44
Lesenswert?

Ein armer Teufel!

Ich habe auch einen Bekannten, der spielsüchtig war.
Der hatte es zustande gebracht sich immer wieder von diversen Bekannten Geld auszuborgen und verprasste jenes danach an Spielautomaten.
Doch dann ging er zu weit und borgte sich Geld bei den Casinobetreibern, ohne jenes zurückzahlen zu können.
Das ging so weit, dass er Angst um sein Leben hatte.

Ich hatte ihm dann mit 7.000 € aus der Patsche geholfen.
Natürlich konnte er das Geld anfangs nicht zurückzahlen und stotterte dann 3 Jahre seine Schulden bei mir ab.
Es war schon eine richtige Entscheidung Glücksspielautomaten aus normalen Lokalen zu verbannen.