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Weinstein-ProzessCate Blanchett sieht überfällige Aufarbeitung

Bei Missbrauchsfällen gehe es nicht um Rache, sondern um Gerechtigkeit, sagte die Schauspielerin Cate Blanchett am Mittwoch bei der Berlinale.

Cate Blanchett
"Die einzige Frau am Set zu sein, ist nicht lustig", findet Cate Blanchett © Joel C Ryan/Invision/AP
 

Cate Blanchett sieht im abgeschlossenen Prozess gegen den Produzenten Harvey Weinstein eine überfällige Aufarbeitung der Machtverhältnisse in Hollywood. "Bei solchen Missbrauchsfällen geht es nicht um Rache, sondern um Gerechtigkeit", sagte die Schauspielerin ("Blue Jasmine") am Mittwoch auf der Berlinale.

Erst sehr allmählich änderten sich die Verhältnisse und Frauen spielten in der Branche eine zunehmend wichtigere Rolle. Zu Beginn ihrer Karriere vor zwanzig Jahren sei sie oft die einzige Frau auf dem Set gewesen. "Das ist nicht mehr lustig", sagte die zweifache Oscar-Preisträgerin.

Weinstein war am Montag in New York wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung an zwei Frauen für schuldig gesprochen worden. Im Anklagepunkt des "raubtierhaften sexuellen Angriffs" und dem Vorwurf einer weiteren Vergewaltigung wurde er "nicht schuldig" gesprochen.

Nebenrolle

Blanchett stellte auf der Berlinale die neue Serie "Stateless" (Staatenlos) vor, die sie mitproduziert hat und in der sie eine Nebenrolle spielt. Die acht Folgen kreisen um das Schicksal einer Deutsch-Australierin (Yvonne Strahovski), die von einer Sekte verstoßen wird und in einem Flüchtlingslager in der australischen Wüste Unterschlupf findet. Produziert wurde die Serie von der australischen Sendeanstalt ABC, der Streaming-Anbieter Netflix hat sich die weltweiten Rechte gesichert.

Die Serie wolle dem Drama um Millionen Flüchtlinge weltweit "die menschliche Dimension wiedergeben", sagte Blanchett. "Mich treibt die Frage an: Wie sind wir so weit gekommen?", sagte die Schauspielerin.

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