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Heftige KritikLars Eidinger posierte mit Luxustasche vor Obdachlosen

Der deutsche Schauspieler promotete ein Designerstück, das wie ein Supermarkt-Einkaufssackerl aussieht - ausgerechnet vor einem Nachtlager für Obdachlose.

Kultur Heute Spezial
Unglückliche Werbeaktion von Schauspielstar Lars Eidinger © ORF
 

Eine Tasche aus Rindsleder, die aussieht wie ein Supermarkt-Einkaufssackerl und 550 Euro kostet? Ja, die gibt es - und sie hat dem deutschen Schauspieler Lars Eidinger am Wochenende heftige Kritik eingebracht. Eidinger hat die Tasche mit dem Designer Philipp Bree entworfen. Im Netz ist ein Foto von ihm zu sehen, wie er damit offenbar vor einem Obdachlosen-Nachtlager posiert.

Ob es sich um ein echtes Lager handelte, war zunächst unklar. Das Foto erhitzte jedenfalls die Gemüter auf Twitter - zahlreiche User äußerten sich kritisch. "Stell dir vor du musst bei 3 Grad auf der Straße schlafen und dann kommt DJ Lars Prada Eidinger und macht ein Foto von dir für seinen Insta-Account."

Eidinger selbst reagierte zunächst nicht auf die Kritik. In einem Interview mit dem "Tagesspiegel" hatte er zuvor über die Tasche gesagt: "Das ist überhaupt nicht als Luxusartikel gedacht, sondern eher als Hommage an die Dinge des täglichen Gebrauchs." Von der Tasche soll es eine limitierte Auflage von 250 Stück zu kaufen geben. Auch die "Zeit" griff die Aktion in einem Kommentar auf: "Vielleicht wäre es ja hübsch, statt 250 Luxus-Aldi-Tüten mit Obdachlosen-Support zu verkaufen, einfach eine Corona von 250 Obdachlosen mit normalen Aldi-Tüten ins Adlon-Foyer zu führen", hieß es süffisant.

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