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Mit 126.000 Euro dotiertPraemium Imperiale an Anne-Sophie Mutter und William Kentridge

Die deutsche Geigerin Anne-Sophie Mutter (56), die seit ihrer Entdeckung als 13-Jährige durch Herbert von Karajan eine Weltkarriere absolvierte, gehört zu den diesjährigen Preisträgern des renommierten Praemium Imperiale.

ALBUMPRAeSENTATION/KUeNSTLERGESPRAeCH MIT ANNE-SOPHIE MUTTER
Anne-Sophie Mutter © APA/BARBARA GINDL
 

Die deutsche Geigerin Anne-Sophie Mutter (56), die seit ihrer Entdeckung als 13-Jährige durch Herbert von Karajan eine Weltkarriere absolvierte, gehört zu den diesjährigen Preisträgern des renommierten Praemium Imperiale. Das gaben die Organisatoren am Dienstag bekannt. Der Kulturpreis wird in verschiedenen Sparten vergeben und ist mit jeweils umgerechnet rund 126.000 Euro dotiert.

Der Preis in der Kategorie Malerei ging an den Südafrikaner William Kentridge. Die Arbeiten des vielfältigen Künstlers umfassen neben Malerei, Zeichnungen und Skulpturen auch Animation, Film, Opern- und Theater-Inszenierungen sowie Installationen und Performances. Zu seinen Themen zählen Zeit, Veränderung und Erinnerung. 2017 inszenierte er Alban Bergs Oper "Wozzeck" bei den Salzburger Festspielen. Parallel dazu war im Museum der Moderne Salzburg eine beeindruckende Werkschau Kentridges zu sehen.

Die aus Beirut stammende und in London lebende britisch-palästinensische Künstlerin Mona Hatoum konnte in der Kategorie Skulptur überzeugen. Ihr Werk gilt als ebenso politisch wie poetisch. Sie arbeitet dabei mit verschiedenen Formen wie Installation, Skulptur, Performance, Video, Fotografie oder auch Arbeiten auf Papier.

Als Architekten wurden Tod Williams und Billie Tsien ausgezeichnet. Sie arbeiten seit 1977 als Architekten in New York zusammen. Das US-Duo fokussiert sich dabei auf öffentliche Bauwerke wie Schulen, Museen und andere Institutionen. Ihre Bauweise soll Werte des jeweiligen Auftraggebers in architektonischen Ausdrucksformen wiedergeben - so sollen die Gebäude Persönlichkeit bekommen.

In der Kategorie Theater/Film fiel die Wahl auf den japanischen Kabuki-Schauspieler Bando Tamasaburo. Er gilt als einer der führenden Onnagata-Schauspieler, die weibliche Rollen übernehmen. Neben dem Kabuki wirkte er bereits in zahlreichen Film- und Bühnenproduktionen in Europa und den USA mit. Daneben gab es auch einen mit rund 43.000 Euro dotierten Nachwuchspreis für junge Künstler, der an das musikalische Bildungsprogramm Démos aus Frankreich ging.

Der Präsident des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, würdigte die Preisträger. "Die ausgewählten Künstler zeichnen sich in ihren jeweiligen Ausdrucksformen durch große Strahlkraft und künstlerische Vielfalt aus", sagte Lehmann laut Mitteilung. "Ihr Werk beeindruckt durch feinfühlige Wahrnehmung und sie sind stark in ihrer Botschaft."

Der Kulturpreis ist mit jeweils umgerechnet rund 126.000 Euro dotiert und wird seit 1989 auf Anregung des japanischen Kaiserhauses im Andenken an Prinz Takamatsu (1905-1987) vergeben. Zu den Preisträgern der vergangenen Jahre zählten unter anderem die US-Fotografin Cindy Sherman, die deutsche Bildhauerin Rebecca Horn, der britische Architekt David Chipperfield, der italienische Dirigent Riccardi Muti, die französische Schauspielerin Catherine Deneuve oder der österreichische Pianist Alfred Brendel.

 

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