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Opernstar in BedrängnisVorwürfe gegen Plácido Domingo wegen sexueller Belästigung

Gegen den spanischen Starsänger und Dirigenten Plácido Domingo werden Anschuldigungen wegen sexueller Belästigung erhoben. Der Künstler wehrt sich gegen die Vorwürfe.

Superstar der Klassikwelt: Tenor und Bariton Plácido Domingo (78) © AP
 

Die Nachrichtenagentur AP berichtet in einer umfassenden Recherche von mehreren Frauen, die aussagen, Plácido Domingo (78) habe sie sexuell erpresst. Der Sänger habe sie bedrängt und mit dem Entzug von Rollen gedroht. Darunter fielen ungebetene Besuche in der Garderobe, Küsse auf den Mund, Grabschereien, nächtliche Telefonanrufe und wiederholte Einladungen zum Essen (auch in seinem Hotelzimmer oder seiner Wohnung). Die Vorwürfe sind zum Teil 30 Jahre alt, bis auf eine Frau blieben alle mutmaßlichen Opfer anonym. Die einzige Frau, die ihren Namen nannte, ist Mezzosopranistin Patricia Wulf.

Insgesamt neun Frauen (acht Sängerinnen und eine Tänzerin) erheben die Anschuldigungen wegen sexueller Belästigung. Bis auf eine waren alle zum Zeitpunkt der angeblichen Handlungen sehr jung und standen am Anfang ihrer Karriere. Tatsächlich soll sich ihr abwehrendes Verhalten bei einigen negativ auf ihrer Laufbahn ausgewirkt haben. Weitere sechs Frauen erklärten, dass sie sich durch Domingos Annäherungsversuche unwohl gefühlt hätten.

Patricia Wulf
Erhebt Vorwürfe: Mezzo Patricia Wulf Foto © AP

Die AP beruft sich außerdem auf etwa drei Dutzend weitere Zeugen. Dabei handelt es sich um Mitarbeiter von Opernhäusern (Sänger, Tänzer, Bühnenarbeiter, Orchestermusiker, Gesangslehrer), die angeben, dass sie unangemessenes Verhalten seitens Domingos gegenüber Frauen beobachtet hätten. Angeblich sollen auch die Frauen in Domingos Nähe davor gewarnt worden sein, mit ihm allein Zeit zu verbringen - sogar im Lift. Eine Mezzosopranisten, die an der Los Angeles Opera engagiert war (dort ist Domingo Intendant), sagte: "Es gibt eine Tradition, Frauen vor Domingo zu warnen: Man soll um jeden Preis Kontakt mit ihm vermeiden und vor allem darf man nicht mit ihm allein sein."

Domingo bestritt in einer Stellungnahme, sich unangemessen verhalten zu haben, alle seine Beziehungen seien einvernehmlich gewesen. "Diese anonymen Vorwürfe sind verstörend und nicht korrekt." Aber Domingo sagte auch: "Es schmerzt mich zu hören, dass ich jemandem unangenehme Gefühle bereitet habe, egal, wie lange es her ist und ob meine Absichten nur die Besten waren." 

Zwei der Frauen sind laut ihren Angaben auf Domingos Angebote eingegangen. Eine sagt, dass sie zweimal mit ihm Geschlechtsverkehr gehabt hätte. Als er für eine Aufführung die Wohnung verließ, hätte er ihr 10 Dollar auf einer Kommode hinterlassen und gesagt: "Ich will nicht, dass du dir wie eine Prostituierte vorkommst, aber ich will auch nicht, dass du fürs Parken zahlen musst."

Ungeachtet der aktuellen Vorwürfe soll der geplante Einsatz von Domingo in der konzertanten Fassung der "Luisa Miller" am 25. und 31. August bei den Salzburger Festspielen ungefährdet sein. Darüber sei sich das Direktorium einig, sagte Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler in einem der APA vorliegenden Statement. Sie kenne den Sänger seit mehr als 25 Jahren: "Zu seiner künstlerischen Kompetenz hat mich von Anfang an sein wertschätzender Umgang mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Festspiele beeindruckt." Als Juristin gelte für sie der Grundsatz "In dubio pro reo" (Im Zweifel für den Angeklagten, Anm.). "Ich fände es sachlich falsch und menschlich unverantwortlich, zum derzeitigen Zeitpunkt endgültige Urteile und darauf beruhende Entscheidungen zu fällen", erklärte Rabl-Stadler.

 

Kommentare (13)

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Bond
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Leider...

...nur ein Schwein mit toller Stimme.

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plolin
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Haha

Wer glaubt den sowas? Da wollen sich ein paar verrunzelte Ex-Sängerinnen wichtig machen. Nach 30 Jahren !! Sagenhaft.
Außerdem ist Domingos Frau immer und überall dabei. Also bitte

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Lodengrün
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Das mit dem

immer dabei. Er gibt es doch selber zu.

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brosinor
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Domingos Cerberus ist immer und über all

...seine Ehefrau lässt ihn keine Sekunde aus den Augen, während der Aufführungen steht sie direkt hinter dem Vorhang, er hätte also Null Gelegenheiten

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styrianprawda
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Nix Neues

Dass die Besetzungscouch auch in der Opernwelt gang und gäbe war und ist (bei beiden Geschlechtern) sollte eigentlich niemand überraschen.
Und nicht bloß im Ausland.

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Lodengrün
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Quatsch das

ist eine Mär. Da gibt es einige die ihre Position ausnützen und das ist es das auch schon. Andere Kriterien wie Netzwerk, Wettbewerbe, Agentur, Lehrer spielen da eine Rolle. Und die Stimme ist es letzten Endes was dir dort langfristig die Engagements bringt.

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styrianprawda
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@Lodengrün

Träumen Sie Ihren moralischen Traum weiter! :-)

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Lodengrün
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Ich träume nicht

sondern bin in diesem Geschäft seit mehr als 30 Jahre tätig. Und zwar europaweit. Aber ich verstehe. Immer wenn es ein Mädel nicht geschafft hat dann war es die Besetzungscouch die sie nicht gehen wollte.

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helmutmayr
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Nach 30

Jahren und anonym ?
Salopp formuliert: Mädels da könnt’s schei.... gehen.

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Lodengrün
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Die wollen auch kein Geld

gehen auch vor kein Gericht. Die wollen nur das loswerden was ihnen über all die Jahre auf der Brust gelegen, gegen den Strich gegangen ist.

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Lodengrün
4
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Arbeitet man in dieser Branche

dann ist das wie in anderer Angelegenheit bei Levine bekannt. Warum man diese Geschichterln über die man in den Kantinen spricht jetzt hervorholt erschließt sich mir nicht. Zum Teil haben die ladies ganz ungehemmt über diese Abenteuer gesprochen.

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Lodengrün
9
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Den Rotstrichlern

sei gesagt. Ich könnte spontan 15 Namen nennen bei denen er hinterher war wie der Hund dem Knochen. Und wäre da nicht ständig Marta seine Frau auf der Hut gewesen er hätte es noch bunter gehandhabt. Da war er handzahm.

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H260345H
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Solche Berichte sind mit

größter Vorsicht zu beurteilen, denn einerseits KÖNNTEN sie wahr sein, dann wäre die Sache verwerflich!
Doch andererseits KÖNNTE es wohl auch SO sein, dass sich so manches Sternchen VORTEILE aus ihrer FREIWILLIGEN Hingabe erwartet hat, und als DIESE Vorteile möglicherweise doch nicht eingetroffen sind, nun aus FREIWILLIGKEIT ZWANG machen.
Also, VORSICHT!

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