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Viele Stars mit an BordHannelore Elsner: Unvollendeter letzter Film wird fertiggestellt

Der bayerische Rundfunk will die Produktion mit hochkarätiger Besetzung abschließen. Mit dabei sind unter anderem Iris Berben, Hannelore Hoger und auch Eva Mattes.

Hannelore Elsner verstarb im April im Alter von 76 Jahren
Hannelore Elsner verstarb im April im Alter von 76 Jahren © (c) APA/DPA/OLIVER STRATMANN (OLIVER STRATMANN)
 

Das aufgrund des Todes der deutschen Schauspielerin Hannelore Elsner nicht vollendete Filmprojekt "Lang lebe die Königin" soll doch noch fertiggestellt werden. Der Bayerische Rundfunk wolle den Film mit hochkarätiger Besetzung abschließen, berichtete die Illustrierte "Bunte" am Mittwoch vorab unter Berufung auf ARD-Kreise.

Demnach sollen andere Schauspielerinnen die noch fehlenden Szenen der im April im Alter von 76 Jahren verstorbenen Elsner übernehmen. Gedreht werden soll mit Iris Berben, Hannelore Hoger, Gisela Schneeberger, Eva Mattes und Judy Winter. Derzeit suche die Produktionsfirma Drehtermine.

Abschied von einer Großen: Hannelore Elsner ist tot: Rückblick auf einen Charakterkopf

Sie begann als Starlet an der Seite von Freddy Quinn und war jahrelang nicht nur als TV-Kommissarin erfolgreich: Hannelore Elsner starb im Alter von 76 Jahren. 

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Das Leben der gebürtigen Bayerin war bewegt: Schon als kleines Mädchen musste sie den Tod ihres geliebten älteren Bruders verkraften. Bald darauf stirbt der Vater. Sie wechselt häufig die Schule ...

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... und übernimmt als 14-Jährige in München kleinere Jobs, weil das Geld knapp ist. "Ich war nirgendwo richtig daheim", schreibt sie über ihre Jugend, schildert aber auch ihre unbändige Lebenslust.

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An den Beruf der Schauspielerin habe sie als Schülerin nie gedacht, berichtete Elsner. Sie sei mit 16 in München bei einem Spaziergang mit ihrer Mutter entdeckt worden, von dem türkischen Regisseur Halit Refig.

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Nach Proben in Istanbul durfte sie auf die Schauspielschule, musste dafür aber kleinere Rollen in Filmen mit Stars wie Hans-Joachim Kulenkampff und Freddy Quinn übernehmen.

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Sie schwärmte jedoch für den französischen Film: "Solche Rollen wollte ich später immer spielen, schwer und leicht zugleich."

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Ihre Agentin habe ihr mit etwa 17 Jahren geraten, die Nase schmaler machen und die Zähne begradigen zu lassen, sowie sich einen Künstlernamen zuzulegen, erinnerte sich Elsner zu ihrem 75. Geburtstag. Sie hörte darauf nicht, streicht nur das "t" aus ihrem Geburtsnamen Elstner.

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Mit etwa 19 Jahren stand sie zum ersten Mal auf einer Theater-Bühne. Fünf Jahre später sollte sie in den Kammerspielen in "Tango" (1966) die erste Nackte auf einer deutschen Bühne gewesen sein.

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In mehr als 200 Fernseh- und Kino-Rollen war die 1,60 Meter große Frau zu sehen. Ihre erste von zahlreichen Auszeichnungen bekam sie mit 29 Jahren: die Goldene Kamera für die Rolle der Sasha in Tschechows Stück "Iwanow". Ihren Ruhm als preisgekrönte Charakterdarstellerin begründete sie erst um die Jahrtausendwende.

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Ihr Kinodebüt gab sie 1961 in dem Film "Das Mädchen mit den schmalen Hüften". Starregisseur Jürgen Roland vertraute ihr ein Jahr später in der Krimiserie "Stahlnetz" ihre erste Hauptrolle an. Als Durchbruch zu internationaler Anerkennung gilt ihre Hauptrolle in Alf Brustellins Film "Berlinger" (1975). Drei Jahre später drehte sie mit ihm "Der Sturz" nach einem Roman von Martin Walser.

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Im Fernsehen war Elsner in der ARD-Serie "Die Kommissarin" (1994-2006) besonders erfolgreich. Als Lea Sommer ist sie eine der bekanntesten deutschen TV-Ermittlerinen. In Pumps, Kostüm und schwarzer Lederjacke ermittelt sie in fast 70 Folgen; Til Schweiger ist anfangs ihr Assistent.

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Auf die Bühne kehrte sie 1996 mit dem Solostück "Eine tot-normale Frau" zurück. Ohne dieses sei sie nicht bereit gewesen für "Die Unberührbare" (2000), berichtet sie. Ihre Darstellung einer vom Leben gekennzeichneten Schriftsellerin bringt ihr den Deutschen Filmpreis ein.

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Gleich noch einmal bekommt sie ihn für ihren Leinwandmonolog einer Schauspielerin in "Mein letzter Film" (2002) nach einem Drehbuch von Bodo Kirchhoff. Zu ihren großen Kino-Erfolgen gehört auch ihre Rolle in Doris Dörries "Kirschblüten - Hanami" (2008) an der Seite von Elmar Wepper.

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