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Kitzbühel-BilanzDie Party-Gams ist erlegt

Ob Weißwurst- oder KitzRaceParty, Kitzbühel erlebte wieder ausgelassene Feiern mit bewährtem Personal. Stets im Mittelpunkt: Arnold Schwarzenegger. Ein anderer Großer wurde hingegen schmerzlich vermisst: Niki Lauda.

Arnold Schwarzenegger mit Freundin Heather Milligan © EXPA Pictures
 

Nichts wurde aus- und übriggelassen. Das Hahnenkamm-Promi-Starterfeld, in der annähernd selben, bewährten Aufstellung angetreten, donnerte mit Bestzeit - und nur von Skirennen unterbrochen - durch den Party-Slalom. Einmal mehr im Mittelpunkt: Arnold Schwarzenegger. Ein anderer Großer wurde hingegen schmerzlich vermisst: Niki Lauda. Alle hoffen auf seine möglichst baldige Genesung.

Der Terminator und die Abfahrt - die beiden kamen heuer nicht zusammen. Da das komplette Sportprogramm wetterbedingt über den Haufen geworfen werden musste, wurde die "Steirische Eiche" quasi auf dem falschen Fuß erwischt. Denn ein Freitagsrennen stand bisher noch nie am Terminplan des Hollywoodstars.

So war es erneut die Weißwurstparty Freitagabend im Goinger Stanglwirt, die den ersten Auftritt Schwarzeneggers auf dem Kitz-Parkett markierte. Samt Partnerin Heather Milligan nahm der 71-Jährige den Weißwurstkessel in Beschlag, hielt Kameraleute und Fotografen auf Trab, ließ das Blitzlichtgewitter mit einem breiten Steirer-Lächeln über sich ergehen und brach als Dirigent der lokalen Musikkapelle zu neuen Karriereufern auf. Gemeinsam mit Stanglwirt-Tochter Maria ging er nach der Eröffnungszeremonie in eine Halle nebenan und dirigierte dort die Goinger Musikkapelle. Der fleischgewordene Steirer ließ der Weißwurst mit "Dem Land Tirol die Treue" den Marsch blasen.

2.500 Partygäste hatten erneut 3.500 Weißwürste zur freien Verfügung. Dem Ruf der Wurst folgten etwa Schwarzenegger-Neffe und Anwalt Patrick Knapp-Schwarzenegger, Model Barbara Meier, die früheren Ski-Asse Karl Schranz, Stephan Eberharter und Leonhard Stock, Victoria Swarovski, Schauspiel-Legende Mario Adorf, DJ Ötzi mit Tochter und deren Freund, Sonja Kirchberger, Franziska van Almsick, Axel Schulz, Verona Pooth, Maria Höfl-Riesch, Model Franziska Knuppe und Fußballer-Gattin Cathy Hummels.

Schwarzenegger war auch über die Weißwurstparty hinaus omnipräsent: So ließ er sich etwa auch den Slalom nicht entgehen und bekam im Anschluss bei einem Presse-Event einen eigens für ihn und seine Klimaschutzinitiative "R20" gebrandeten Ski überreicht. "Hasta la vista, Babys" ließ "Arnie" die Medienvertreter schließlich zum Abschied wissen. Durchaus möglich, dass der "Terminator" auch beim Schladminger Nachtslalom nächsten Dienstag aufschlagen wird. Ein Indiz dafür: Der frühere Gouverneur von Kalifornien bleibt bis Mittwoch in Österreich, steht doch an diesem Tag ein Treffen mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen in Wien an.

Während Freitagabend die "Kitz'n Glamour Party" und die "A1 Kitz Night" nur im Schatten der Weißwurstparty stattfanden, zog Samstagabend die "KitzRaceParty" in Harti Weirathers VIP-Tempel die größte Medienaufmerksamkeit auf sich. Das Schaulaufen am eher gelben als roten Teppich gestaltete sich routiniert, Weirather-Stammpersonal allenthalben. Unter den Partygästen: Bernie Ecclestone und Sebastian Vettel, Aksel Lund Svindal (erklärte später im Smoking seinen Rücktritt nach der WM), Hansi Hinterseer mit seiner Frau Romana, "Kaiser" Franz Klammer mit Tochter Stephanie, Hans Knauß und Stephan Eberharter mit ihren Ehefrauen, Rene Benko, Felix Baumgartner, Neo-Hofreitschul-Chefin Sonja Klima, Werner "Grizzly" Grissmann, Gabalier-Freundin und Moderatorin Silvia Schneider, Arabella Kiesbauer und Grasser-Anwalt Manfred Ainedter.

Zuvor waren die Promis am Nachmittag nach dem Slalom erneut durch Riesentorlauftore für den guten Zweck im Zielhang der Streif gewedelt. Die "KitzCharityTrophy" brachte 150.000 Euro für in Not geratene Bergbauernfamilien in Tirol und Südtirol ein. Nicht dabei und doch allgegenwärtig: Niki Lauda, der bei dem Event stets als "Renndirektor" fungierte. Diesmal wurde ein anderer Weltmeister "Zielrichter" Bernie Ecclestone zur Seite gestellt: Sebastian Vettel. "Ich hoffe, ich kann Niki würdig vertreten", so Vettel über seine neue "Rolle", die nach dem Ausfall des nach seiner Lungentransplantation weiter rekonvaleszenten "Niki Nazionale" nötig wurde. Viele dachten an den dreifachen Formel 1-Weltmeister und hofften, dass seine Gesundung gut voranschreiten möge. So etwa Gerhard Berger, der meinte: "Ich wünsche ihm einfach nur gute Besserung, Der Niki gehört einfach hierher".

Im Vorfeld des Hahnenkammwochenendes hatte es noch geheißen, dass Niki Laudas Ehefrau Birgit nach Kitzbühel kommen wird. Dem war dann aber doch nicht so.

Den Startschuss für den Event-Reigen hatte am Donnerstag ein Bundesländer-Triplepack gegeben. Der Kitzbühel-Empfang Tirols, der Niederösterreich-Abend und das erstmalige steirische "Aufstreifen" lieferten sich ein genussvolles "Konkurrenzspektakel". Die Landeshauptleute Johanna Mikl-Leitner, Günther Platter und Hermann Schützenhöfer (alle ÖVP) besuchten einander wechselseitig - und konnten zahlreiche Promis begrüßen, die teilweise ebenfalls den kompletten Marathon absolvierten. Den Anfang machten die Niederösterreicher mit ihrem Motto "Ausgsteckt is" im Hotel zur Tenne in der Kitzbüheler Vorderstadt. Jung-Winzerinnen präsentierten dort ihre Weine.

Dann ging es zum traditionellen Tirol-Empfang in das Hotel Kitzhof. Wie jedes Jahr bildete der "Landesübliche Empfang" den Auftakt der Veranstaltung. Musikkapelle und Schützenkompanie der Gamsstadt hielten bei eher frostigen Temperaturen tapfer durch. Und schließlich startete der Neuling unter den Kitz-Events durch: "Panther trifft Gams" lautete das Motto des kleinen, aber feinen Steirer-Abends im Wirtshaus Steurerberg hoch über Kitzbühel, bei dem schon mal ordentlich für den Nachtslalom in Schladming die Werbetrommel gerührt wurde.

Stark vertreten war in Kitzbühel auch die politische Prominenz: Neben den Landeshauptleuten verfolgten auch Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck, Staatssekretärin Karoline Edtstadler, EU-Kommissar Johannes Hahn und Justizminister Josef Moser (alle ÖVP) sowie Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) die Rennen.

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