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Karin Bergmanns Burgtheater-BilanzNur knapp 30 Prozent der Regisseure waren weiblich

Die Burgtheaterdirektorin wagte in ihrer letzten Pressekonferenz einen kleinen Rückblick und gestand ein Defizit: In fünf Jahren waren nur 30 Prozent der Regisseure weiblich.

Burghtheaterdirektorin Karin Bergmann zieht Bilanz
Burghtheaterdirektorin Karin Bergmann zieht Bilanz © (c) APA/HERBERT PFARRHOFER (HERBERT PFARRHOFER)
 

Bei ihrer Bestellung hatte sie 72 Stunden Zeit zu überlegen. Burgtheater-Direktorin Karin Bergmann wagte heute anlässlich ihrer letzten Pressekonferenz "einen kleinen Rückblick, obwohl ich weiß, dass meine Direktion noch fünf Monate geht". Ihre Amtszeit von September 2014 bis Juni 2019 "gehört zu den fünf spannendsten Jahren meines jetzt schon 65-jährigen Lebens".

Autoren standen im Zentrum der Arbeit

Gefragt, ob sie aus heutiger Sicht etwas in den vergangenen Jahren anders machen würde, erklärte sie: "Ich würde gar nichts anders machen. Ich bereue nichts", so die Direktorin. "Das Zentrum unserer Arbeit war die Autorenpflege." Sie erinnerte an eine Handke-Uraufführung und eine posthume Wolfi-Bauer-Uraufführung. Ganz wichtig sei auch die Zusammenarbeit mit Maja Haderlap bei "Engel des Vergessens" gewesen.

Nur 30 Prozent der Regisseure waren weiblich

"Ich habe auch spannende neue Regisseure nach Wien geholt." Ein Defizit gestand sie ein: Nur knapp 30 Prozent der Regisseure in diesen fünf Jahren waren weiblich. "Frauen sind aber schwer im Kommen!" Das Versprechen großer Stoffe habe sie ebenso eingelöst wie einen neuen "Jedermann". "Das Publikum hat das alles mitgetragen, wie ich es mir in meinen kühnsten Träumen nicht ausmalen hätte können."

 

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