MusikpreisObama-Mitarbeiterin prüft fehlende Vielfalt bei den Grammys

Sie soll eine Untersuchung nach der Kritik an der Männerdominanz beim seit 1959 verliehenen Grammy Award leiten: eine ehemalige Mitarbeiterin von Michelle Obama.

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So sieht er aus, der Grammy (in den Händen von Adele) © APA/AFP/BECK
 

Nach Kritik an der Männerdominanz bei den Grammys soll eine frühere Mitarbeiterin von Michelle Obama eine unabhängige Untersuchung leiten. Tina Tchen, die für die frühere First Lady im Weißen Haus gearbeitet hatte, führe eine Expertenkommission zur Untersuchung von "Problemen der Inklusion und Vielfalt in der Recording Academy und der breiteren Musikbranche".

Das teilte die für die Grammys zuständige Recording Academy am Dienstag mit. Die große Mehrzahl der Grammy-Musikpreise war in der Vergangenheit stets an Männer oder von Männern geführte Bands gegangen, die bei der Gala auch häufiger auf der Bühne zu sehen waren. Neil Portnow, Präsident der Recording Academy, hatte gesagt, Frauen müssten sich "steigern", wenn sie bei der Verleihung stärker vertreten sein wollten - was zu starker Kritik von Fans und Musikerinnen wie Pink oder Katy Perry geführt hatte. Portnow hatte sich daraufhin entschuldigt und die Einberufung einer unabhängigen Untersuchungskommission angekündigt.

Die Grammys werden seit 1959 von der National Academy of Recording Arts and Sciences in Los Angeles jährlich in zurzeit 84 Kategorien an Künstler wie Sänger, Komponisten, Musiker sowie Produktionsleiter und die Tontechnik verliehen.

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