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Kluge IdeenDie ersten Vorschläge des neuen Leserbeirats

Was bewegt die Leserinnen und Leser der Kleinen Zeitung am meisten? Was gefällt, was braucht Verbesserung? Hier sind die ersten Vorschläge, die der neue Leserbeirat zum Auftakt eingebracht hat.

Die jüngsten unter den Leserbeauftragten diskutieren mit Deskchef Othmar Wagner über die Kleine Zeitung-App © Jürgen Fuchs
 

Eines hat das erste Treffen des Leserbeirats am Freitag gezeigt: Egal, ob App oder Online, E-Paper oder Printausgabe: Die Kleine Zeitung wird von ihren Leserinnen und Lesern auf allen Plattformen breit genutzt. Auch Vorschläge zur Weiterentwicklung gab es entsprechend viele.

Wichtiges Gesprächsfeld der ersten Themensammlung: das reformierte Layout der gedruckten Zeitung, das anfangs für viele gewöhnungsbedürftig war. "Inzwischen wäre eine Rückkehr zum alten Erscheinungsbild genauso irritierend", merkt Caroline Rodlauer an. Gernot Ruprechter, Hans Werner Gangl und Werner Grüner raten, an Lesbarkeit und Methodik der Schriften nachzujustieren, Sabrina Lerch wünscht sich mehr Übersichtlichkeit bei den Serviceseiten, Maria Jandl eine klarere Gewichtung der Meinungselemente. "Daran wird gearbeitet", bestätigte Chefredakteur Hubert Patterer dem Plenum, man werde das Thema bei der nächsten Sitzung im September aufgreifen.

Besonders schätze ich die Kombination aus internationalen und regionalen Nachrichten, weil man dadurch über weltpolitisch relevante Ereignisse und über das, was für das alltägliche Leben relevant ist, informiert ist.

Angelika Schmidt, Kalsdorf bei Graz

Kritische Rückfragen gab es zur Vergebührung der digitalen Inhalte und zu massierter Online-Werbung. Skepsis und Ablehnung wichen einem gewissen Verständnis, nachdem die Geschäftsführung dargelegt hatte, welcher immense zusätzliche Aufwand mit der Bespielung der Online-Plattformen verbunden ist, der finanziert werden muss. Dennoch will man bis zum Herbsttreffen Vorschläge für eine behutsamere Einbettung von digitaler Werbung erarbeiten.

Naturgemäß war vor allem den jüngeren Leserparlamentarierinnen die Berücksichtigung ihrer Generation ein Anliegen: Chiara Brunner, Maria Pachernegg, Barbara Siegl und Ludmilla Reisinger hoffen auf verstärkte Einbindung jugendlicher Autoren und die zielgruppengerechte Aufbereitung junger Themen - vom Kino bis zur High Society. "Die junge Leserschaft ist für uns von außerordentlicher Bedeutung", lud Redaktionsmanager Bernd Olbrich die jungen Mandatarinnen gleich zu einem redaktionsinternen Termin ein: "Besuchen Sie unser 'Sounding Board' - unsere Gruppe junger, kreativer Journalisten, die Angebote für junge Leser entwickeln."

Ich bin immer wieder von der Menschenorientiertheit der Zeitung begeistert. Viele Artikel laden zur Reflexion ein und geben ein Beispiel für ein gelingendes Leben, für ein gutes Miteinander und geben wichtigen Werten der Menschheit Raum.

Ernst Balthasar Scheid, Obdach

Der Umgangsstil bei via Facebook verbreiteten Artikeln ist Claus Hardt-Stremayr ein Anliegen. "Ein wunder Punkt", konzedierte Chefredakteur Hubert Patterer. "In den eigenen Foren kennen wir die Identität der Teilnehmer und können sie bei wiederholten Übergriffen sperren. Auf Facebook haben wir diese Handhabe nicht" - Aufklärung und Bewusstseinsarbeit auf redaktioneller Ebene, wie zuletzt mit der umfassenden #Respekt-Serie, seien daher umso wichtiger.
Mehr Regionalität in der Berichterstattung, die "den Informationswert der eigenen Lebensumgebung hebt", wünscht sich Margit Nöhrer. Theresa Niederl und Karin Zeni plädieren für mehr hintergrundorientierte Internationalität. Angelika Schmidt möchte in der Sportberichterstattung Randsportarten stärker berücksichtigt sehen. "Das sind Balanceakte, bei dem wir jeden Tag aufs Neue sorgfältig nachjustieren", verspricht der Chefredakteur.

Anna Hörzer formuliert ein Anliegen vieler Leser: mehr positive und ermutigende Nachrichten. "Formate wie die neue Kolumne 'Lichtblick' oder unsere 'Steirer des Tages' versuchen dem bereits Rechnung zu tragen", berichtet Patterer, "aber wir wissen, dass sich die Leser eine noch bessere Ausgewogenheit von Schreckensmeldungen und positiven Berichten, die Mut machen, erwarten."

 

In den Regionalbüros findet man immer persönliche Ansprechpartner vor. Das ist heute nicht mehr selbstverständlich.

Maria Jandl, Maria Lankowitz

Die Rückmeldungen aus dem Leserforum werden im Newsroom ausgehängt. Sie sollen bei der täglichen Arbeit gegenwärtig bleiben. Der inhaltliche Schwerpunkt beim nächsten Treffen im September im Vorfeld der Wahlen wird auf dem Spannungsverhältnis zwischen Politik und Medien liegen. Auch sollen Verbesserungen in Reaktion auf die Vorschläge des Leserforums vorgestellt werden. Ein journalistisches Grundprinzip gilt hier nämlich auch als Versprechen: Wir bleiben dran.

Video: Mit den Lesern in die Zukunft der Kleinen Zeitung

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