Im Heiligen LandDie stillste Nacht in Bethlehem

Wo sich sonst Touristen und Pilger tummeln, blieben auch im Heiligen Land die Plätze leer. Die Mitternachtsmette in Betlehem fand unter Corona-Einschränkungen statt.

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Weihnachtsgebet für Ende der Corona-Pandemie im Heiligen Land © AFP
 

Das Oberhaupt der katholischen Kirche im Heiligen Land, Pierbattista Pizzaballa, hat zu Weihnachten für ein Ende der Corona-Pandemie gebetet. Pizzaballa zelebrierte die Mitternachtsmesse in Bethlehem, dem Ort im Westjordanland, der als Geburtsort Jesu verehrt wird. Wie die gesamten Weihnachtsfeierlichkeiten in diesem Jahr fand auch die Messe unter Corona-Einschränkungen und nur in Anwesenheit christlicher Würdenträger statt.

"Wir bitten den Herren, Krankheit, Unheil und Tod zu besiegen und uns glückliche und heitere Tage zurückzubringen", sagte Pizzaballa in seiner Ansprache. Er bat auch um Hilfe für Politiker und Ärzte auf der Suche nach guten Lösungen im Kampf gegen das Coronavirus. "Alle fühlen sich schon zu lange düster, müde, erschöpft und bedrückt unter der schweren Last dieser Pandemie", sagte der lateinische Patriarch. Die Lehre sei, sich eine andere Welt vorzustellen, "mit einer neuen Solidarität und brüderlichen Beziehungen, wo Besitz durch Geben ersetzt wird".

Leere statt Touristenmassen

Ein Stuhl mit dem Namen des Palästinenserpräsidenten Mahmoud Abbas blieb symbolisch leer. Wegen der Corona-Pandemie musste der 85-Jährige erstmals seit seinem Amtsantritt vor 15 Jahren der Mitternachtsmesse fernbleiben. In einem offiziellen Brief an Papst Franziskus wünschte Abbas dem Oberhaupt der katholischen Kirche: "Möge Gott Sie und die ganze Welt vor der Corona-Pandemie schützen."

Der zentrale Krippenplatz neben der Geburtskirche in Bethlehem blieb in diesem Jahr wegen Ausgangsbeschränkungen leer. Sonst drängen sich auf dem Platz mit einem riesigen Christbaum zu Weihnachten Tausende Pilger und Touristen. Wegen der Corona-Pandemie herrschen jedoch strenge Einreisebeschränkungen für Ausländer. Auch die traditionelle Weihnachtsprozession von Jerusalem nach Bethlehem fiel am Donnerstag deutlich kleiner aus als sonst üblich.

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