Die Österreicher sind sich ziemlich sicher, dass sich die Vaterrolle seit den 1970er-Jahren deutlich geändert hat: Rund drei von vier Personen teilen diese Ansicht zumindest eher stark. Das hat eine repräsentative Umfrage von Imas ergeben. Vor allem Frauen und Personen mit Kindern im Haushalt sind überdurchschnittlich stark dieser Meinung.

Der Trend ist klar: Seit 2014 hat sich dieses Stimmungsbild eindeutig durchgesetzt, die beiden Ausprägungen "stimme voll und ganz" und "stimme eher" einer veränderten Vaterrolle zu nahmen in diesem Zeitraum um 30 Prozentpunkte zu - eine klare Entwicklung, so die Studienautoren.

Der Vatertag gilt aber weiterhin – trotz leichtem Anstieg – als nicht so wichtig wie der Muttertag im Mai. Gerade die Generation 60+ ist von der stärkeren Bedeutung des Muttertags überzeugt. Und das, obwohl sich Männer in den Bereichen Haushalt, Kindererziehung und -betreuung heute deutlich stärker einbringen als noch vor zehn Jahren. Frauen nehmen die Veränderung der Vaterrolle deutlicher wahr als Männer selbst.

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Der ideale Mann

Der ideale Mann hat übrigens laut Umfrage viel Verständnis für Wünsche und Probleme seiner Partnerin, ist treu und hilft im Haushalt. Aber auch, sich in Geldsachen auszukennen, und eine gewisse Höflichkeit wünscht sich die Bevölkerung von den Männern. 

Und tatsächlich: Die Vaterrolle hat sich – ähnlich wie auch die Mutterrolle in den letzten Jahrzehnten – stark geändert. Es scheint, als ob sich die beiden Geschlechter als Elternteile deutlich entgegenkommen, von den klassischen Rollenverteilungen abweichen und sich immer mehr ergänzen,

Aktuell meinen etwa drei Viertel der Österreicher, dass sich die Vaterrolle gegenüber den 70er-Jahren deutlich geändert hat. Genau genommen sind es 34 Prozent, die diese Ansicht voll und ganz vertreten und weitere 41 Prozent, die diese Meinung eher teilen. Frauen und Personen mit Kindern im Haushalt sind überdurchschnittlich stark dieser Meinung.

Was Frauen von Männern erwarten

Frauen haben eine deutlich andere Erwartungshaltung an Männer. Diese ist nicht nur deutlich stärker ausgeprägt, sondern unterscheidet sich auch in den Tugenden. Mitfühlend zu sein, die Treue und im Haushalt mitzuhelfen werden von Frauen viel stärker reklamiert als von Männern.

Auch die jungen Männer sehen dies deutlich unterschiedlich zur Generation Großvater, also Männern ab 60 Jahren. Vor allem die Kindererziehung usw. erachten jüngere Männer deutlich häufiger als zum Idealbild des Mannes gehörend.