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Junge Designer Mögen die Modespiele beginnen

Eineinhalb Jahre haben sie an ihren Entwürfen gefeilt: Nächste Woche zeigen die Jungdesigner der Modeschule Graz bei den „Games of Fashion“, was in ihnen steckt.

© (c) Nicholas Martin
 

Manche Dinge kann man einfach nicht erzwingen. Zum Beispiel Ideen. In diesem Sinne kann sich Jungdesignerin Laura Tschiltsch mehr als glücklich schätzen. „Mir fliegen die Ideen einfach zu“, sagt sie über ihre feinen, durchdachten Skizzen gebeugt, ein bisschen froh darüber, dass sie im Rechnungswesen-Unterricht gestört wurde. In der Gruppe „Adventure“ designte die Schülerin Modelle für urbane Abenteuerinnen, denen sie mit raffinierten Details wie kleinen Schlitzen an der Vorderseite der Hosenbeine oder einer kurzen, kastigen Weste, die über eine weiße Bluse getragen wird, neue Facetten verlieh. „Ich schaue mir weder Fotos noch Filme an, um mich inspirieren zu lassen. Ich habe auch nie Angst vor dem leeren Blatt Papier, weil ich einfach immer gleich loslege.“ Und das mit Erfolg, gleich zwei von Tschiltschs Entwürfen wurden für die „Games of Fashion“, die kommende Woche in der Grazer Modeschule über die Bühne gehen, ausgesucht und gefertigt.

In sieben öffentlichen Modeschauen zeigen die Schüler, die in 15 Gruppen eingeteilt wurden, was sie gelernt haben und was die Zuschauer in Sachen Mode noch von ihnen lernen können. Seit eineinhalb Jahren laufen die Arbeiten zu den Modespielen bereits, verraten Direktorin Barbara Krenn-Schöggl und Fachvorständin der Modeschule Christine Reichl einige Minuten zuvor. Bei den Vorbereitungen konnten die Schüler den ganzen schöpferischen Prozess mitverfolgen - von der Themensuche, der Recherche, der Suche des passenden Materials bis hin zur Fertigung. Sogar die Models wie Jürgen, Esmeralda oder Pamina wurden schulintern von einer Jury gecastet. Barbara Krenn-Schöggl: „Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, welch kreatives Potenzial unsere Schüler haben.“

Zwei Anforderungen erfüllen

Diese Vielfalt spiegelt sich auch in den Themen wider, die von „Schuluniform“, „Zipped it up“ bis zu „Touched by the Flower Power“ reichen. Christine Reichl: „Man darf nicht unterschätzen, wie lange es alleine schon dauert, bis man das richtige Thema gefunden und die Geschichte dahinter recherchiert hat.“ Die Kollektionen der Jungdesigner mussten außerdem noch zwei Anforderungen erfüllen: Sie sollten vor allem junge Menschen ansprechen und auch im Alltag einsetz- und tragbar sein.

Jungdesignerin Laura Tschiltsch hat das geschafft, muss nun aber wieder zurück in den Unterricht. Dieses Rechnungswesen ist zwar nicht so flatterhaft wie Ideen. Es fliegt einem aber auch leider nicht ganz so einfach zu.

Games of Fashion

Vom 23. bis 25. Oktober gehen in der Modeschule Graz (Ortweinplatz 1) die „Games of Fashion“ über die Bühne.
Montag, 23. Oktober, 11, 15, 19 Uhr.
Dienstag, 24. Oktober 11, 15 Uhr.
Mittwoch, 25. Oktober, 11, 15 Uhr.
Anmeldung im Sekretariat (9 bis 12 Uhr) unter 050 248 076-100 oder unter office@modeschule.at Kartenpreis: 10 Euro
Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.modeschule.at/


Junge Designer: Modeschule Graz

Jürgen Berginz (20) in einem Stück aus der Kollektion „Sleeveless“. Hier stellten sich die Schüler der Aufgabe, ärmellose Modelle zu entwerfen.

 

 

(c) Nicholas Martin

Karina Lechner (18) in einer Kreation aus der Kollektion: „Blue Stripes“. Bei dieser Kollektion hat das Streifenmuster seinen großen Auftritt. In diesem Fall in einer raffiniert geschnittenen Bluse mit Trompetenärmeln, wobei die Hüftschnürung für Silhouette sorgt.

 

(c) Nicholas Martin

Selina Reisenhofer (19).
Kollektion: „Adventure“. Abenteuer, elegant interpretiert. Der Entwurf von Laura Tschiltsch (Foto links unten) interpretiert Cargohosen neu.
Entwurf: Laura Tschiltsch

(c) Nicholas Martin

Pamina Lamprecht (18).
Kollektion: „Vivienne“. Die Schnitte und Designs wurden von den Kreationen der Modeschöpferin Vivienne Westwood inspiriert.

 

 

 

(c) Nicholas Martin

Esmeralda Jasarevic (18). 
Kollektion: „Adventure“. Mit diesen Kreationen ist man bestens für alle Unwirtlichkeiten des Großstadtdschungels gerüstet.
Entwurf: Laura Tschiltsch

(c) Nicholas Martin

"Mir fliegen die Ideen einfach zu", so Tschiltsch.

(c) Nicholas Martin

Die Entwürfe von Laura Tschiltsch.

(c) Nicholas Martin

Eineinhalb Jahre haben sich die Schüler auf die sieben Modenschauen vorbereitet.

(c) Nicholas Martin

Es ging darum, Stücke zu designen die alltagstauglich sind und junge Menschen ansprechen.

(c) Nicholas Martin

Bei den Arbeiten zu den Modeschauen konnten die Schüler den schöpferischen Prozess vom Finden des Mottos bis zur Fertigung ihrer Kollektionen durchspielen.

(c) Nicholas Martin

Natürlich immer unter dem kritischen Auge des Lehrpersonals.

(c) Nicholas Martin

Fachvorständin der Modeschule Graz, Christine Reichl mit Direktorin Barbara Krenn-Schöggl.

(c) Nicholas Martin
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