NeusiedlerseeDas „Meer“ in der Steppe, das Salz im Weinglas

Er ist Österreichs größter See. An seinen Ufern wuchert das Schilf, wachsen beste Trauben und wütete ein Weinskandal. Heute ist der Neusiedlersee Spielplatz für Sportler, Bühne für Künstler, Heimat von Bootsbauern und Herzensanliegen von Naturschützern. Ein Porträt.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Der Neusiedlersee
Der Neusiedlersee © (c) APA (Georg Hochmuth)
 

Eine entspannte Ruhe hat sich wie ein Mantel über den See gelegt. Nur noch vereinzelt finden sich frostfeste Radfahrer auf den Panoramarouten entlang der Ufer. Nur noch wenige windhungrige Kitesurfer trotzen in daumendicken Neoprenanzügen der Novemberkälte. Die Shops sind zu, die Campingplätze leer, die Ausflugsboote eingewintert, das Seebühne-Areal in Mörbisch verwaist. Die Saison ist zu Ende. Der Neusiedlersee gehört wieder sich selbst. Auch bei Stefan Knoll beginnt nach dem kommenden Martini-Wochenende die ruhige Zeit. Knoll führt in dritter Generation das familieneigene Schifffahrtsunternehmen in Podersdorf. 1953 hatte sein Großvater mit Ruder- und Segelboot begonnen, seit 1961 sind auch Motor- und mittlerweile auch Elektroboote in der Flotte, allesamt Marke Eigenbau. Angeboten werden Rund-, Linien- und Spezialfahrten. Eine Handvoll Familiendynastien teilen sich mit deckungsgleichen Angeboten diesen maritimen Markt.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung!