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Comeback der FlaneureNeuer Volkssport im Lockdown: Schaufenster schauen gehen

Gehen, stehen und schauen: Im Lockdown feiert das Flanieren ein Comeback und das Schaufenster rückt wieder ins Bewusstsein.

Audrey Hepburn 1961 im Film "Frühstück bei Tiffany"
Audrey Hepburn 1961 im Film "Frühstück bei Tiffany" © imago images/Everett Collection (Courtesy Everett Collection via www.imago-images.de)
 

Im heutigen Jargon würde man sagen: absolut instagrammable. Etwas, das so schön ist, dass man es umgehend auf der Social-Media-Plattform Instagram zeigen muss. Seine Magie hingegen, die ist nicht neu: Seit 1683 gibt es die Firma Haller in der Grazer Herrengasse und seit Jahrzehnten zieht das Geschäft für Süßwaren und schöne Dinge aller Art wie magisch die Flaneure an. Eine Wunderkammer, die einen besonderen optischen Lockstoff einsetzt: sein berühmtes Schaufenster.
Je nach Jahreszeit anders gestaltet, wirkt es wie aus einem Film von Wes Anderson: verspielt, aber mit viel Witz, mondän und immer ein bisschen wie nicht von dieser Welt. Wenn Christine Jevnisek, sozusagen die Kuratorin des Schaufensters, erzählt, kann man sie am anderen Ende der Telefonleitung lächeln sehen und man hört sie, diese Begeisterung, die dem Prozess des Gestaltens innewohnt. Und sie erzählt von lächelnden Menschen auf der anderen Seite der Glasscheibe, die stehen und einfach nur schauen.

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