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St. WolfgangWeisses Rössl: Dieses Haus kann nichts erschüttern

Einmal kurz Corona vergessen: Wer St. Wolfgang sagt, muss auch „Weißes Rössl“ sagen. Die echte Rössl-Wirtin Gudrun Peter über ihr berühmtes Haus, Schnurren von damals und darüber, warum Waltraut Haas in der berühmten Konditorei Zauner aufgepäppelt werden musste.

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Im Weissen Rössl: Waltraut Haas und Peter Alexander ©  images / United Archives (United Archives / kpa Publicity via www.imago-images.de)
 

Wer kennt sie nicht, die berühmte Textzeile: „Im Salzkammergut, da kann man gut lustig sein“ aus dem Singspiel „Im Weißen Rössl“? Doch momentan hat das Lustigsein dort seine Grenzen. Das böse Wort heißt „Corona“. Gudrun Peter, Chefin des traditionsreichen Hauses, befürchtet ob der aktuellen Ereignisse, dass im Rössl die Hauptsaison bereits gelaufen ist. „Von einem Tag auf den anderen“, sagt sie, „haben wir erlebt, dass die Welt plötzlich ganz anders ausschauen kann. Dabei hatten wir seit Wochen, seit Mai, unser Sicherheitskonzept verschärft. Noch mehr als generell im Bundesland Oberösterreich, wo es die strengsten Regeln gibt.“

Das Weiße Rössl – eine Legende, weit über die Landesgrenzen hinaus. 1912 hatte die seit 1711 ortsansässige Familie Peter das Haus übernommen. Und berühmt wurde es, weltweit, zunächst durch ein Theaterstück, ein „Lustspiel“ von Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg, aber dann vor allem durch die musikalische Version, die sogar am Broadway Einzug hielt. Die Berühmtheit, weiß Frau Peter, „hat natürlich immer zwei Seiten, wird zu Fluch und Segen. Manches wird einfacher, manches schwieriger. Das ist halt so, wenn man nicht die graue Maus ist, sondern sich in luftigen Höhen befindet.“ Klar, dass die Frau Wirtin ein lebendes Rössl-Lexikon ist. „Die Vorlage zum Charakter der Wirtin“, erzählt sie, „lebte im zu Bad Ischl gehörenden Lauffen. Die Geschichte mit dem Zahlkellner Leopold hat sich in Ischl zugetragen. Und im Bühnenstück kommt bereits der Dampfersteg vor, bei dem wir uns heute befinden.“

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