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Sammeln für die NachweltWas uns Alltagsgegenstände über die Coronakrise erzählen

Die aktuelle Krise für die Nachwelt erfahrbar machen: Wissenschaftler sammeln derzeit verschiedenste Objekte des Alltags und können daraus oft erstaunliche Entwicklungen ablesen.

Ein selbst gehäkeltes Virus zeigt, dass Wissenschaft Teil der Alltagskultur geworden ist
Ein selbst gehäkeltes Virus zeigt, dass Wissenschaft Teil der Alltagskultur geworden ist © Wien Museum/Monika Österreicher
 

Dass das Fensterln noch einmal so eine Renaissance erlebt, hätte man sich im Jahr 2020 auch nicht mehr gedacht. Und ganz ehrlich, das hätte sich auch keiner in irgendwelchen Romanen jemals wieder ausgedacht, denn die Kommunikationsfenster werden in einer digitalisierten Welt in Richtung Internet aufgestoßen. So kann man sich irren. Da steht also ein junger Mann auf der Straße und winkt ein bisschen in David-Bowie-Manier wie der Mann, der vom Himmel fiel, nach oben. Kommunikation zwischen Menschen im Frühjahr 2020. Das klingt alles ein bisschen verrückt, utopisch und dystopisch. Und es klingt sehr nach Realität.

Über 700 solcher Bilder, die das Alltagsleben in der Krise nachzeichnen, wurden bereits an das Wien-Museum geschickt, darunter auch jene, die auf dieser Seite abgebildet sind. Es gilt, Objekte zu dokumentieren, die diese Zeit jenen erklären, die in den nächsten Jahren, Jahrzehnten und Jahrhunderten auf dieses Heute, das dann „damals“ sein wird, zurückblicken, so Matti Bunzl, Direktor des Wien-Museums: „Momente der Krise sind immer auch Momente der historischen Veränderung. Das ist die Aufgabe unseres Museums: Diese Dinge zu sammeln, nachvollziehbar zu machen und zu erklären, was das für die Menschen bedeutet hat.“

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