Top 8 Geheimadressen in Wien

Wenn nicht gerade der Stephansdom auf dem Programm steht, kann man Wien derzeit so leer erleben wie schon seit vielen Jahren nicht mehr. Vor allem, wenn man die gut gehüteten Geheimadressen in der Bundeshauptstadt kennt.

Hofburg. Dort arbeiten der Bundespräsident, die Sängerknaben und die Lipizzaner. Aber viel mehr fällt einem zur ehemaligen Kaiserresidenz dann meist schon nicht mehr ein. Das im Laufe von rund sieben Jahrhunderten gewachsene Areal der Hofburg umfasst eine Fläche von rund 24 Hektar und ist damit der größte für nicht-religiöse Zwecke erbaute Gebäudekomplex in Europa.

Wien Tourismus/Christian Stemp (Christian Stemper)

Hofburg. 19 Höfe, 18 Trakte, viele Museen, die Nationalbibliothek – in Wahrheit kann man in der riesigen Palastanlage, in der rund 5000 Menschen wohnen oder arbeiten, Tage verbringen, ohne dass einem fad wird. Schöner Ausklang: das Palmenhaus im Burggarten

Wien Tourismus/Peter Rigaud (Peter Rigaud)

Scheer. Das meistfotografierte Geschäftsportal Wiens befindet sich in der Bräunerstraße 4 – und dahinter wird in der Manufaktur Scheer seit sieben Generationen feinstes Schuhwerk hergestellt.

Karin Riess

Scheer. Rund 300 Paar pro Jahr, alleine auf einen Termin zum Maßnehmen wartet man Monate. Höchste Handwerkskunst und Fußgesundheit verlangen das. Da versteht Markus Scheer keinen Spaß und über Preise spricht er schon gar nicht. Aber: „Wenn man ihn pflegt, wird Sie der Schuh überleben.“ Tipp: Alleine das wunderschöne Geschäft ist einen Blick wert.

Karin Riess

Böhmischer Prater. Jeder kennt das Riesenrad. Aber nicht das von Franz Reinhardt (Bild), denn das dreht sich auf dem Laaer Berg im Böhmischen Prater. Und dass es nur 21 Meter im Durchmesser zählt, spielt angesichts von Originalen unter den Schaustellern wie ihm überhaupt keine Rolle.

Karin Riess

Böhmischer Prater. Authentischer als hier in Favoriten kann Wien kaum sein – zwischen bis zu 100 Jahre alten Fahrgeschäften, Zuckerwatte aus der „Süßen Tram“, Schießbuden, Geisterbahn und Heurigenliedern.

Karin Riess

Innenhöfe. Sie sind wie ein Paralleluniversum – grüne Ruheoasen ein paar Meter neben den geschäftigen Meilen. Unter den Innenhöfen sind die Pawlatschen (Bild) mit ihren umlaufenden Laubengängen und die Durchhäuser als Abscheider zwischen zwei Straßen Wiener Spezialitäten.

Karin Riess

Innenhöfe. Zu finden zum Beispiel in den Häusern des Blutgassen-Viertels, in der Bräunerstraße 3, dem Geburtshaus von Nestroy, oder als Verbindung zwischen der Neustiftgasse 16 und der Lerchenfelderstraße 13. Weitere sehenswerte Häuser sind hier aufgelistet.

Karin Riess

Glashütte Comploj. Die Westbahnstraße 18 ist eine heiße Adresse – denn hier bollern die Öfen einer Glashütte. Robert Comploj setzt auf innovative Fertigungstechniken, neue Farben, Formen und Struktur des Glases. Ausprobieren kann man sein Geschick bei Glasbläserkursen, die ab September wieder angeboten werden. 

Karin Riess

Jarosinski & Vaugoin. Im Biedermeierhaus in der Zieglergasse 24 werden nicht nur kunstvolle Silber- waren verkauft – in der mehrstöckigen Werkstatt auf dessen Hinterseite werden sie auch hergestellt. Seit mehr als 150 Jahren sind Jarosinski & Vaugoin erste Anlaufstelle, wenn es um Tafelsilber geht. Und damit bis heute ein Tempel der immer mehr vor sich hin dümpelnden Tischkultur unserer Tage.

Karin Riess

Jarosinski & Vaugoin. Das macht Jean-Paul Vaugoin (Bild) in fünfter Generation zum Lordsiegelbewahrer von Hendlhaxlhalter, Spargelvorleger und rund 250 verschiedenen Besteckmustern. Einen Silberlöffel nennt man ab rund 330 Euro sein Eigen, die Manufaktur beliefert aber auch Königshäuser: So hat sich Prinz William persönlich für das Besteck bedankt, mit dem heute im Kensington Palace gespeist wird.

Karin Riess

Schneekugelmanufaktur. „Und dann ist unser Onlineshop zusammengebrochen.“ Eigentlich war die Schneekugel mit der Klopapierrolle nur ein Schmäh, aber das Souvenir aus der Manufaktur in der Schumanngasse 87 hat im Lockdown eingeschlagen – sogar ins US-Fernsehen hat es Erwin Perzy III. damit gebracht.

Karin Riess

Schneekugelmanufaktur. Perzy hütet in dritter Generation das Erbe seines Großvaters, der vor 120 Jahren die Schneekugel erfand. Und das Familiengeheimnis um die genaue Beschaffenheit des Materials, das es in den Kugeln durch das Wasser stöbert. Führungen durch das Schneekugelmuseum werden einmal im Monat angeboten. 

Karin Riess

Hoteltipp. Hier hat schon Wolfgang Amadeus Mozart übernachtet. Und zwar 1762 und 1773. Heute zählt das schicke Vier-Sterne-Stadthotel „Das Tigra“ 78 Zimmer in sechs Kategorien an der super- zentralen Topadresse Tiefer Graben im ersten Bezirk. www.hotel-tigra.at

Hotel Das Tigra
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