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StädterankingStuttgart erneut deutsche Kulturhauptstadt Nummer 1

Mit dem kulturellen Angebot und der Nachfrage stellt Stuttgart alle anderen deutschen Städte Jahr für Jahr in den Schatten.

Der Stuttgarter Schlossplatz mit der Siegessäule © FOTOLIA
 

Baden-Württembergs Landeshauptstadt Stuttgart bleibt nach einem neuen Ranking unangefochten Deutschlands Kulturmetropole Nummer eins. Die Berenberg Bank und das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) erkannten unter den 30 größten Städten in Stuttgart erneut den höchsten Wert an kulturellem Angebot und Nachfrage durch Bewohner oder Besucher. Über Qualität und Bedeutung gab es keine Aussage.

Stuttgart hatte bereits in den Vorgänger-Studien in den Jahren 2012, 2014 und 2016 den Spitzenplatz eingenommen. Dresden gewann ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den zweiten Platz gegen Berlin. München und Karlsruhe erreichen die Plätze vier und fünf. Dahinter folgen Bonn, Düsseldorf, Hamburg, Köln und Frankfurt am Main.

Top-Tipps: Stuttgart

Das Stuttgarter Stadtbild wird durch viele Anhöhen (teilweise Weinberge), Täler (insbesondere Stuttgarter Talkessel und Neckartal), Grünanlagen (u. a. Rosensteinpark, Schlossgarten, Höhenpark) sowie eine dichte urbane Bebauung mit hohem Anteil von Nachkriegsbauten und diversen Baudenkmälern geprägt.

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Der alte Stuttgarter Bahnhof (der in den neuen integriert sein wird) ist für Architekturinteressierte gleich die erste Attraktion. Errichtet von 1914 bis 1927 nach Plänen von Paul Bonatz präsentiert er sich als einzigartige Mischung aus Historismus und Moderne.

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Rundum finden sich (trotz schwerster Kriegsschäden) zahlreiche weitere wichtige Bauten der Moderne, allen voran der Tagblatt-Turm. Deutschlands erstes Sichtbeton-Hochhaus, entworfen von Ernst Otto Oßwald, sorgte bei der Eröffnung 1928 für Aufsehen und beeindruckt heute noch.

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1927 wird eine weitere, vielleicht die Stuttgarter Architektur-Attraktion eröffnet: die Weissenhofsiedlung. Mit Ludwig Mies van der Rohe als Koordinator planen die berühmtesten Architekten der Zeit, darunter Le Corbusier, Walter Gropius, Hans Scharoun, Mart Stam und Josef Frank, 33 Musterhäuser. Elf Häuser sind weiterhin bewohnt, das von Le Corbusier ist als Museum zugänglich.

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Ein grandioses Panorama durch die Architekturgeschichte von der Renaissance bis ins 21. Jahrhundert bietet der Schlossplatz.

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Der Schlossplatz ist praktisch zu jeder Jahreszeit ein belebtes Zentrum. Bei entsprechenden Temperaturen explodiert das Leben geradezu.

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Der gläserne Würfel des Kunstmuseums beherbergt eine imposante Sammlung moderner und zeitgenössischer Werke. Einen Höhepunkt bilden wichtige Gemälde von Otto Dix und Willi Baumeister.

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Zu den ältesten Museumsbauten Deutschlands zählt die Alte Staatsgalerie, deren Erweiterung, die Neue Staatsgalerie, in den 1980er-Jahren als eines der gelungensten Beispiele des Museumsbooms der Zeit gefeiert wurde. James Stirlings Entwurf besticht nach wie vor durch die Eleganz der Fassade, aber auch durch sein Innenleben.

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Stuttgart ist auch eine Automobilmetropole und auch dieser wirtschaftliche Schwerpunkt findet Niederschlag in bemerkenswerter Architektur. Das Mercedes-Benz-Museum ist eine Schöpfung von Ben van Berkels UNStudio.

DAIMLER

Das Porsche-Museum kommt aus dem Büro des Wiener Duos Delugan Meissl.

PORSCHE
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Wiesbaden (Platz 11) macht beim diesjährigen Ranking den größten Sprung nach vorn und verbesserte sich um zehn Plätze. Ganz hinten landen die NRW-Städte Gelsenkirchen, Mönchengladbach und Duisburg.

In der Wertung werden unter anderem die Zahl der Plätze in Opern und Theatern sowie die Zahl der Theaterbesucher berücksichtigt. Auszeichnungen von Theatern oder Bewertungen der Kunstsammlungen spielen keine Rolle.

"Die kulturelle Vielseitigkeit bestimmt nicht nur die Attraktivität einer Stadt, sie ist auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und Impulsgeber für die dynamische Entwicklung von Städten", sagte Berenberg-Chef Hans-Walter Peters. Ganze Wirtschaftsbereiche konzentrierten sich rund um die Kulturwirtschaft.

Bezogen auf die Zahl der 1350 Mitarbeiter gelten die Staatstheater Stuttgart als größtes Dreispartenhaus der Welt. Die Landeshauptstadt hat den Abstand auf Platz zwei sogar noch deutlich ausgebaut, hieß es. Inzwischen liege die Stadt sowohl beim Kulturangebot als auch bei der Kulturnachfrage ganz vorn. Ebenso sei hier auch der Anteil der Beschäftigten sowie die Umsätze in der Kulturwirtschaft je Einwohner im Vergleich am höchsten.

Dass auch mittelgroße Städte ein vielfältiges Kulturleben bieten, zeigen die Platzierungen von Dresden (Platz 2), Karlsruhe (Platz 5) und Bonn (Platz 6). Dresden glänzt mit den meisten Museumsbesuchern und führt das Feld bei den Kinositzplätzen an. Karlsruhe belegt bei den Festivalbesuchern wie auch bei der Anzahl der Ausstellungen in Museen sogar den zweiten Platz. Bonn punktet unter anderem mit dem größten Ausstellungsangebot je Einwohner bei den Museen.

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