Top 7 Reisetipps für die USA

Wunderbare Landschaften gibt es im amerikanischen Westen jede Menge, aber der Staat Nevada hat einen Trumpf im Ärmel, der alle anderen sticht: die prähistorischen Stätten der amerikanischen Ureinwohner, die überall in Nevada zu finden sind.

Gleich zwei Wüsten, Great Basin und Mojave, prägen große Teile Nevadas. Nicht weit vom Strip in Las Vegas können Naturfreunde in der Mojave Wüste spektakuläre Naturwunder und sogar Petroglyphen bewundern. Eine 21 Kilometer lange Panorama-Rundstraße führt durch den Red Rock Canyon, der mit seinen farbenprächtigen Felsformationen begeistert. Picknickplätze und Aussichtspunkte laden zum Anhalten ein, mit etwas Glück lassen sich wilde Esel und Wüsten-Schildkröten beobachten.

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Dass einem angesichts dieser unwirklich schönen Landschaft im Valley of Fire State Park erst einmal die Worte fehlen, ist ganz normal: Feurige Farbspiele wechseln sich mit bizarren Felsformen ab. Der Petroglyph Canyon Trail führt vorbei an Felsen, die mit uralten Zeichnungen geschmückt sind, bis zum Mouse’s Tank, einem natürlichen Wasserbecken.

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Vor etwa 15.000 Jahren bedeckte ein riesiger Gletschersee, der Lake Lahontan, einen großen Teil Nevadas einschließlich den Black Rock Desert. Heute ist nur noch der Pyramid Lake davon übrig, der aber immer noch größer als der bekannte Lake Tahoe ist. Seinen Namen verdankt der See einer Pyramidenförmigen Felsformation mitten im Wasser. Ursprünglich lebten hier die Paiute Indianer, noch heute sind der See und die umliegenden Gebiete Stammesland. Wandern, Zelten, Bootsausflüge, gemütliche Strandtage und Tiere beobachten gehören zu den beliebtesten Aktivitäten. Anaho Island ist schließlich das zweitgrößte Nistgebiet amerikanischer Pelikane in den USA. Natürlich zieht es auch die Angler an den See, der ein erstklassiges Fischrevier ist. Der geschützte Cui’ui und die Lahontan Cutthroat Trout sind in diesen Gewässern beheimatet.

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Einst lag das Gebiet um Fallon vollständig unter dem Spiegel des Lahontan Sees. Als das Wasser sank, schufen die Wellen eine Höhle, die Hidden Cave. Der Reichtum an Wasser und Wildtieren lockte viele Paiute Indianer an, die in dem Gebiet ihre künstlerischen Spuren hinterließen. Rund 6.000 Jahre alte Felszeichnungen erzählen in der Grimes Point Prehistoric Rock Art Site von den ersten Bewohnern Nevadas. In der Hidden Cave bewahrten sie ihre wertvollsten Besitztümer wie Körbe und Pfeile auf. Die Höhle wurde in den 1920er Jahren wiederentdeckt und kann auf kostenlosen geführten Touren besichtigt werden.

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Unterwegs auf der einsamsten Straße der Vereinigten Staaten, im Herzen Nevadas, dürfen sich Reisende auf außergewöhnliche Erlebnisse freuen. Big Smoky und Monitor Valley umrahmen mit ihrer wilden Schönheit den Hickison Summit am nördlichen Ende der Toquima Range. Hier hatten die Western Shoshones in prähistorischen Zeiten ihre Jagdgründe. Heute führt ein flacher, leicht begehbarer Weg zu Felswänden, die mit unzähligen Petroglyphen geschmückt sind. Für eine Wanderung zu weiteren Felszeichnungen und zu traumhaften Aussichten lohnt sich allemal eine längere Pause, vielleicht sogar mit Übernachtung am nahegelegenen Zeltplatz.

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Wer Hickinson erlebt hat, wird die Toquima Cave nicht versäumen wollen. Die Höhle in der Nähe von Pete’s Summit in der Toquima Range ist eine der erstaunlichsten Indianischen Stätten Amerikas. Die Western Shoshone nutzten sie vor 3000 bis 1500 Jahren zeitweise als Unterkunft und hinterließen an den Wänden leuchtende Pictogramme, die zu den bekanntesten und am besten erhaltenen in den USA gehören. Über 300 verschieden abstrakte Malereien in Weiß, Rot, Gelb und Schwarz schufen die prähistorischen Künstlerinnen und Künstler. Manche Figuren lassen zum Beispiel einen Hirsch oder einen Büffel erkennen, alles andere bleibt der Fantasie des Betrachters überlassen.

KK

Der Höhepunkt unter den archäologischen Stätten Nevadas ist Alta Toquima – und zwar ganz wortwörtlich. Die 7.000 Jahre alte prähistorische Siedlung liegt unterhalb des 3.640 Meter hohen Gipfels Mount Jefferson. Die Western Shoshone zogen nicht wegen der grandiosen Aussicht in die hochalpine Region, sondern um nach den Dickhornschafen zu jagen. Die Wilderness Area ist ein rund 150 Quadratkilometer großes Schutzgebiet und wie der Name sagt wild und einsam: Nur Wanderwege durchziehen die großartige Landschaft.

KK
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