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Schluss mit PartyinselMallorca will weiter gegen Alkoholtourismus vorgehen

Der Verkauf und Konsum von Alkohol soll einigen Gegenden auf Mallorca und Ibiza streng reglementiert werden. Maßnahmen gegen Balconing sind in Planung.

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Mallorca schmiedet neue Pläne gegen den anhaltenden Alkoholtourismus auf der gerade bei feierwütigen Deutschen und Briten beliebten Insel. Die Balearenregierung will ein neues Gesetz auf den Weg bringen, um das negative Image Mallorcas als Partyinsel endlich in den Griff zu bekommen, wie ein Sprecher des Tourismusministeriums am Mittwoch bestätigte.

Der Verkauf und Konsum von Alkohol in einigen Gegenden soll künftig streng reglementiert werden - bei Zuwiderhandlung drohen Bars und Clubs hohe Geldstrafen und eine Schließung von bis zu drei Monaten. Das Dekret, das im Jänner verabschiedet werden soll, gelte aber ausschließlich für "Problemzonen", so der Sprecher. Dazu gehört neben dem Bereich rund um die Schinkenstraße am Ballermann auch die bei Briten beliebte Ausgehmeile Punta Ballena in Magaluf. Eine weitere Sonderzone liegt auf Ibiza im Ort Sant Antoni de Portmany.

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Palma. Die quirlige Hauptstadt der Balearen im Süden Mallorcas ist ein absolutes Ganzjahresziel: Urban und modern aber auch geschichtsträchtig und kulturell interessant - egal ob als Tagesausflug, Wochenendtrip oder auch für einen längeren Aufenthalt. Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten sind die Kathedrale La Seu und der Palast des Königs. Palma hat das, was viele Urlauber suchen: die perfekte Symbiose aus spannendem Städtetrip und entspanntem Strandurlaub. 

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Cala Ratjada. Der Ort Cala Ratjada an der Nordküste der Insel hat alles, was einen tollen Mallorca-Urlaub ausmacht: einen malerischen Hafen, eine wunderschön angelegte und kilometerlange Uferpromenade, eine belebte Fußgängerzone sowie zahlreiche Bars und Cafés. Die bekanntesten Strände sind Cala Agulla, Cala Son Moll und die Bucht Cala Gat

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Cala Millor. Wörtlich übersetzt bedeutet Cala Millor „beste Bucht”. Was der Name verspricht, bekommen Reisende hier auch: eine palmengesäumte Promenade am zwei Kilometer langen und 35 Meter breiten feinsandigen Strand. Am südlichen Ende der Bucht ragt eine Landzunge ins Meer, die Punta de n’Amer genannt wird - ein bemerkenswertes Naturschutzgebiet. Bei einem Spaziergang im kleinen aber feinen Naturreservat erfahren Urlauber mehr über die mallorquinische Pflanzen- und Tiervielfalt. 

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Paguera. Der ehemalige Party-Hotspot im Westen der Insel hat sich in den vergangenen Jahren in einen familienfreundlichen Urlaubsort für alle verwandelt. Selbstverständlich gibt es noch einige angesagte Discos, in denen Schlagersänger ihre Lieder zum Besten geben - die Zeiten der lauten Partynächte sind allerdings vorbei. Neben den bereits bestehenden Stränden Playa Torta und Playa La Romana wurde der Playa Palmira mit zusätzlichem Sand aufgeschüttet und verbreitert - alle drei sind über eine Promenade miteinander verbunden.

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Can Picafort. Can Picafort liegt im Nordosten der Insel, fast mittig in der größten Bucht Mallorcas - der Badia D’Alcúdia. Der fünf Kilometer lange helle Sandstrand der Bucht geht langsam in Sanddünen über. Auch Can Picafort bietet diverse Annehmlichkeiten und Aktivitäten für Urlauber auf der Baleareninsel und hat sogar die größte Kartbahn Mallorcas. Das Highlight des Badeortes ist die 2,5 km lange Strandpromenade, auf der sich unzählige Cafés, Kneipen und Geschäfte aneinander reihen und für reichlich Abwechslung sorgen.

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Playa de Muro. Der Playa de Muro ist eigentlich mehr ein Strand als ein Ort - allerdings nicht nur irgendeiner. Mit seinen sechs Kilometern Länge ist er der längste Strand der Baleareninsel und wird sowohl von Touristen als auch von Einheimischen aller Altersgruppen besucht. Im Vergleich zu den Touristenhochburgen finden Urlauber hier auch ruhigere Strandabschnitte zum Entspannen.

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Alcúdia. Die über 25 Kilometer lange und weit geschwungene Bucht von Alcúdia fällt besonders flach ins Wasser ab und ist damit für Familien mit Kleinkindern gut zum Baden und Planschen geeignet. Zudem ist die Hotellerie hier auf die kleinen Gäste eingestellt und bietet zahlreiche Familienhotels. Besonders sehenswert sind die Altstadt sowie der schöne Yachthafen und die lange Strandpromenade. Als Ausflug bietet sich eine Wanderung zur Grotte von Sant Martí an, die zur Zeit der Römer von den ersten Christen heimlich als Religionsstätte genutzt wurde.

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Can Pastilla. Fast genau mittig zwischen der Hauptstadt und der Partyhochburg El Arenal liegt Can Pastilla an der Playa de Palma. Dies ist der perfekte Ort für alle Pauschalreisenden. Hier gibt es eine Fülle an günstigen Hotels und eine sehr gut ausgebaute Infrastruktur. Von hier aus können Ausflüge aller Art gebucht werden - egal, ob ins Hinterland oder aufs Meer.

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Sa Coma. Südlich von Cala Millor liegt Sa Coma mit seinem schönen, aber kleinen Strand. Hier geht alles ein wenig ruhiger zu, dennoch gibt es eine Haupteinkaufsstraße mit Supermärkten, Apotheken, Restaurants und einer palmengesäumten Strandpromenade mit Shops und Bars. Das Highlight des Jahres ist das Mallorca Smooth Jazz Festival mit vielen Livebands, das jährlich im Mai stattfindet. Mit dem Fahrrad sind Urlauber in nur 20 Minuten von Sa Coma in Porto Cristo, wo sich die bekannte Drachen-Höhle befindet. Diese erstreckt sich über 1700 Meter und beherbergt den größten unterirdischen See Europas. 

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El Arenal. Für das Gebiet an der Südküste Mallorcas, das teilweise zu Palma und teilweise zu Llucmajor gehört, gibt es unterschiedliche Schreibweisen, die offiziell mallorquinische lautet S’Arenal. Mit dem berühmten Strandabschnitt Balneario 6, der weithin als „Ballermann 6” bekannt ist, ist El Arenal vor allem bei den Party-Urlaubern gefragt.

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Zu den Folgen des exzessiven Alkoholkonsums gehören neben Schlägereien und Sachbeschädigung auch Stürze von Hotelbalkonen, die Folge des sogenannten Balconings sind. Dabei versuchen Touristen etwa, vom Hotelbalkon direkt in den Pool zu springen oder einen anderen Balkon zu erreichen. So verletzten sich jedes Jahr Urlauber oder sterben gar. Mallorquinische Medien schrieben, dass Touristen, die in Zukunft beim Balconing erwischt werden, laut Gesetz sofort des Hotels verwiesen werden sollen.

Top 10: Strände auf Mallorca

Ein Erlebnis für Naturliebhaber ist der einsame und unberührte Strand Coll de Baix umgeben von grünen Klippen. Um den Strand zu erreichen, bedarf es einer 45-minütigen Wanderung, jedoch lohnt sich die Mühe. Trinkwasser und festes Schuhwerk sind dafür unabdinglich.

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Die Bucht Cala Agulla liegt direkt an einem Naturschutzgebiet und ist umgeben von Dünen, Bergen und Wäldern. Links vom Strand führt eine Landzunge ins Meer, deren Spitze zum Wandern einlädt. Eine Verleihstation bietet Tretboote, Wasserski und Surfbretter an.

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Die Bucht der Cala Mesquida liegt in einer beeindruckenden Dünenlandschaft und steht unter Naturschutz, da hier zahlreiche Vogelarten zu Hause sind. Der Strand verfügt über eine Bar sowie sanitäre Anlagen, Sonnenschirm- und Liegenverleih. Das flache, türkisblaue Wasser lädt neben dem Schwimmen auch zum Wassersport ein.

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Mitten in einer gebirgigen, unbebauten Landschaft liegt der traumhafte Sandstrand Cala Torta. Wenn der Wind bläst, gibt es schöne hohe Wellen - beim Schwimmen gilt es auf Strömungen zu achten. Der Strand eignet sich als Ausgangspunkt für Wanderungen entlang der Küste.

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Die Bucht Cala Tuent zeichnet sich durch ihr klares Wasser aus. Der abgelegene Naturstrand ist gut mit dem Auto erreichbar. In unmittelbarer Nähe befindet sich das Restaurant Es Vergeret mit herrlicher Aussicht und einheimischer Küche. Da es zu starken Strömungen kommen kann, ist beim Schwimmen Vorsicht geboten.

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Der längste Naturstrand Mallorcas nahezu ohne Bebauung gilt weithin als einer der schönsten Strände Europas: die Platja es Trenc. Der feine weiße Sandstrand mit dem kristallblauen Wasser vermittelt ein karibisches Flair. Aufgrund des flachen Einstiegs ins Wasser eignet er sich ideal für Familien mit kleinen Kindern.

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Die romantische Bucht der Playa Formentor liegt am Rande der Pinienwälder und hat ein traumhaftes Bergpanorama. An einem Bootsanleger laden Ausflugsboote zu einer Tour ein, beispielsweise zur Illa de Formentor. Am Ende des Sandstrandes steht das berühmte Hotel Formentor, in dem bereits Winston Churchill und John Wayne zu Gast waren.

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Naturliebhaber kommen hier auf ihre Kosten. S'Amarador befindet sich inmitten des Naturschutzgebietes Parque Natural Cala Montragó und verfügt über einen herrlichen, weißen Sandstrand, umgeben von einem großen Pinienwald. Angrenzend befindet sich ein kleiner See, in den ein Wildbach mündet.

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Der Strand Platja de es Carbó ist wenig besucht und daher sehr gut geeignet für alle Strandurlauber, die die Ruhe genießen wollen. Von den angrenzenden Dünen aus gibt es einen wundervollen Blick auf die gegenüberliegende kleine Insel na Molino. In den ruhigen Dünen lassen sich viele Vögel beobachten.

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Die Son Serra de Marina ist sehr ortsnah und befindet sich zwischen Colonia de Sant Pere und dem gleichnamigen Ort. Im Hintergrund liegen grüne Dünenfelder, das Wasser ist flach abfallend. FKK-Freunde genießen am östlichen Teil des Strandes hüllenlos die Sonne.

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Das Ministerium wollte das noch nicht bestätigen - es werde aber auf Hochtouren daran gearbeitet, einen größtmöglichen Konsens für die geplanten Regulierungen zu erreichen, hieß es. Genau daran scheiterte der letzte Versuch, gegen den Sauftourismus vorzugehen: Die Vorgängerregierung hatte Ende 2018 einen Gesetzentwurf vorgelegt, der den Ausschank alkoholischer Getränke bei All-Inklusive-Angeboten drastisch reduzieren sollte. Die Pläne zerbrachen am Widerstand von Hoteliers und Reiseveranstaltern.

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Danke für Ihr Verständnis.

plolin
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Na geh,

jedes Jahr das gleiche. Und ändern wird sich wieder nichts.

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lombok
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Es hat sich schon sehr viel geändert - finde ich.

An der Playa de Palma (also ehem. "Ballermann") wurden vor 6 Jahren die zulässigen Dezibel im Freibereich drastisch nach unten geschraubt, saufen im Freien ist verboten.

Dadurch haben sich in den letzten Jahren einige Top-Hotels von internationalen Hotelketten im 4* und 5* Bereich angesiedelt. Familien und Erholungssuchende verdrängen zusehends die jungen Sauftouristen.

Und der Rest der Insel ist (also ausgenommen Magaluf und Playa de Palma) ist ohnehin von dieser Problematik nicht betroffen - das Landesinnere Mallorcas ist sogar eine der schönsten Regionen, die ich weltweit kenne ...

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Trieblhe
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Da kann ich Ihnen

nur vollends zustimmen.

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