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Marokko Skitour im Atlas-Gebirge

Hochalpines Abenteuer im Norden Afrikas: Skitourengehen im Atlasgebirge ist ein atemberaubendes Erlebnis zwischen Moschee und Schnee.

Am Flughafen von Marrakesch müssen wir uns zuallererst erklären: Und zwar für das Mitführen von Eispickel, Harsch- und Steigeisen gegenüber den Behörden. Unter regem Kopfschütteln und offenkundigem Unverständnis lassen sie uns schließlich einreisen. Das vorab organisierte Taxi wartet vor dem Ausgang. Der Chauffeur, offenbar schon eher mit Skitouristen vertraut, spannt unser Gepäck aufs Dach seines Wagens. Auf dem Weg aus der Stadt tauchen nach einer kurzen Weile schon die ersten Gebirgszüge am Horizont auf.

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Während die Ski auf dem Dach rattern, tut sich im Hintergrund unser erster Halt auf: Imlil. Ein Bergdorf auf etwa 1800 Meter Seehöhe, in dem wir die erste Nacht verbringen werden. Ein Esel für den nächsten Tag wird geordert, wir schlendern gemütlich durchs Dorf und kaufen Datteln für die nötige Ration Zucker. 

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Wir schultern unsere Rucksäcke, laden Skischuhe und unsere „Bretter“ auf den Esel. Sanft ansteigend geht es über eine kaum befahrene Straße hinaus aus der Ortschaft. Die Besiedlung wird dünner, der Schnee immer mehr.

Saharrr - stock.adobe.com (Ryzhkov Aleksandr)

Das Klappern der Hufe hallt an den Berghängen wider. Mit den letzten Häusern endet auch die befestigte Straße und ein Wanderpfad tut sich auf - nach einer etwa zweistündigen Etappe haben wir dann unseren nächsten Stopp erreicht. Dort, wo der Schnee die Steine großflächig bedeckt, stehen ein paar Lehmhütten. Für unseren Esel ist hier Schluss, wir schultern das Gepäck.

Saharrr/stock.adobe.com (Ryzhkov Aleksandr)

Nach anstrengenden sechs Stunden auf den Beinen dann endlich der erhoffte Lichtblick: In der Ferne, in einem malerischen Hochtal gelegen, taucht die Silhouette des Refuge du Toubkal auf. Unsere Bleibe für die nächsten Tage und guter Ausgangspunkt für Skitouren im Atlas.

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Der nächste Morgen bringt das versprochene Schönwetter. Auf dem Plan steht der Gipfel des Akioud mit seinen 4045 Metern - ein erster Härtetest. Der Aufstieg gestaltet sich großteils als schaffbare, wenn auch herausfordernde Aufgabe.

Linni

Etwa hundert Meter unter dem Gipfel legen wir ein Skidepot an und steigen das letzte Stück mit den Steigeisen über die Westflanke hinauf. Der Blick von hier oben überwältigt mit einer unbezahlbaren Aussicht. Der Blick von hier oben überwältigt mit einer unbezahlbaren Aussicht. 

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Die Tour auf den „König“ des Hohen Atlas - den Jebel Toubkal - gestaltet sich tags darauf sogar wesentlich einfacher als ursprünglich angenommen. Zwar ist der Weg ein weiter und in dieser Höhe auch ein anstrengender, dennoch sind die Pfade - übrigens auch ohne Ski gut schaffbar - von den Bergsteigern ziemlich stark ausgetreten und führen meist sanft über die Hänge hinauf.

Carlos Neto/stock.adobe.com (Carlos Neto)

Nach einem vierstündigen Aufstieg leuchtet uns ein pyramidenförmiges Metallgestell entgegen: der höchste Gipfel Marokkos.

 

Linni

4167 Meter über dem Meeresspiegel gelegen, überstrahlt er den gesamten Atlas, gibt den Blick in die unendlich wirkenden Weiten Afrikas frei: Im Osten beginnen die Vorboten der Sahara ihre Dünen zu ziehen und vom Westen schickt der Atlantik eine erfrischende Brise zu uns.

Linni
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