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Reisetrend BegpackingBetteln für die Weltreise

Touristen, die betteln gehen, um ihre Weltreise zu finanzieren: Das Phänomen “Begpacking” verbreitet sich zunehmend, zum Nachteil derer, die wirklich auf das Betteln angewiesen sind.

Begpacker stehen zunehmend in der Kritik. © (c) Idanupong - stock.adobe.com (Anupong Sakoolchai)
 

Einmal im Leben eine Weltreise machen, das wünschen sich viele Menschen. Was sie davon abhält sind meistens die Kosten. 2017 konnten sich laut EuroStat-Daten 15 Prozent der Österreicher keinen einwöchigen Urlaub leisten, in der EU waren es sogar ein Drittel aller Bürger.

Vor allem junge Menschen und sogenannte Millennials scheinen nun die vermeintliche Lösung für dieses Problem gefunden haben: Begpacking. Die Wortkreation aus dem englischen “to beg” (betteln) und “Backpacking” (Rucksacktourismus) findet breiten Anklang unter jenen, die sich vor Reiseantritt erst mal nur ein Hinflugticket buchen. Am Reiseziel angekommen, setzen sich die Begpacker bevorzugt mit selbstgeschriebenen Schildern an den Straßenrand, betteln dort, musizieren oder verkaufen kleine Handarbeiten wie Perlenkettchen. Damit wollen sie sich ihre Weiter- oder Rückreise finanzieren.

An und für sich muss man daran nichts aussetzen. Das vorrangige Problem, das auch zunehmend in den sozialen Medien kritisiert wird, ist allerdings, dass es sich bei den Begpackern meistens um priviligierte Weiße oder Europäer handelt, deren Reisen meist in weniger priviligierte Länder führen.

“Liebe Begpacker, nur damit ihr es wisst, wir haben viele Menschen, die sich kein Essen leisten können und keine anständige Unterkunft haben. Wäre es nicht besser, denen Geld zu geben, als euch Geld für eine Weltreise zu geben? Das ist ein Witz!”, schreibt diese indonesische Twitter-Nutzerin.
Eine andere Nutzerin merkt an, dass Asiaten meist einen Nachweis über ausreichend Geldmittel vorlegen müssten, um ein Visum für eine Reise zu bekommen. Angesichts dessen, bezeichnet sie Begpacker als schamlos.

In Südostasien scheint das Phänomen so gewaltige Ausmaße anzunehmen, dass die Einwanderungsbehörde in Bali Ende Juni bekannt gab, Begpacker künftig an ihre Botschaften zu melden. Diese sollten sich dann um ihre geldlosen Landsleute kümmern, sagt Setyo Budiwardoyo, Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde, in einem Interview mit dem indonesichen Online-Medium detik.com.

Kommentare (2)

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brosinor
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Unfassbar!

Die Menschen werden in ihrem habenhabenhabenwollen immer unverschämter.
Als nächstes fordern sie Reisegeld vom Staat ein.

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Ichweissetwas
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Begpacker hin oder her,

total gefährlich wieder einmal mit Fremden um die Welt zu fahren....oder so!!

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