"Einer unserer Miteigentümer trägt sich mit dem Gedanken, seine von den Eltern geerbte Wohnung als Airbnb-Quartier zu verwenden. Wir fürchten natürlich eine Verminderung unserer Wohnqualität. Gibt es eine Möglichkeit, dies zu verhindern?", will unser Leser wissen.

Widmung im Wohnungseigentumsvertrag

Die Rechtsanwältin Sigrid Räth von der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer hat gute Nachrichten für ihn: "Für die kurzfristige Vermietung einer Wohnung, wie dies bei Airbnb üblich ist, wäre die Zustimmung aller Miteigentümer erforderlich, weil dies zu einer Umwidmung der Wohnung für touristische Zwecke führt", erklärt sie. "Wenn die Zustimmung der übrigen Miteigentümer nicht vorliegt, könnte jeder der Miteigentümer mit Unterlassungsklage vorgehen." Zuvor sei es selbstverständlich nötig, zu überprüfen, ob die bisherige Widmung des Objektes wirklich "Wohnung" lautet und ob im Wohnungseigentumsvertrag eventuell bereits die Zustimmung für andere Verwendungen vorweggenommen wurde.