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Neues GesetzKurzarbeit und Wochengeld: Wann Frauen Geld nachfordern können

Die Höhe des Wochengeldes hängt vom Nettoverdienst der letzten drei Monate vor Beginn der Schutzfrist ab. Als Schutzbestimmung für Frauen wurden dabei coronabedingte Kurzarbeitsmonate bisher prinzipiell ausgeklammert. In manchen Fällen war das allerdings ein Nachteil für Frauen. Für diese Fälle gibt es nun eine neue gesetzliche Regelung.

Frauen, die durch Kurzarbeit einen Nachteil beim Wochengeld hatten, können jetzt eine Neuberechnung beantragen © (c) Kaspars Grinvalds - stock.adobe.com
 

Für schwangere Arbeitnehmerinnen gilt im Normalfall acht Wochen vor der Geburt und acht Wochen danach ein absolutes Beschäftigungsverbot, in dem als Einkommensersatz das Wochengeld ausbezahlt wird – abhängig vom zuletzt erzielten Nettoverdienst. Seit Beginn der Pandemie galt dabei die Regel, dass Kurzarbeitszeiten (mit bis zu 20 Prozent weniger Einkommen) in der Berechnung ausgeklammert bleiben und nur die Monate davor heranzuziehen sind. „Dabei hat man allerdings nicht bedacht, dass es in Kombination mit Karenz und Elternteilzeit Konstellationen gibt, in denen die Frauen durch die Nicht-Einrechnung von Kurzarbeitszeiten eindeutig Geld verlieren“, sagt die AK-Frauenreferentin Bernadette Pöcheim. Konkret vertrat die Arbeiterkammer Steiermark unlängst eine Steirerin, die vor der Kurzarbeit Kinderbetreuungsgeld bezog, das deutlich niedriger war als das Einkommen in Kurzarbeit. „Dadurch verliert sie jetzt, beim zweiten Kind, beim Wochengeld pro Monat mehrere hundert Euro“, sagt Pöcheim und ergänzt: „Oder es kamen Frauen aus der Karenz zurück in den Job, haben ihre Stundenanzahl erhöht und sind danach gleich in Kurzarbeit gekommen: Auch Sie bekamen durch die Ausklammerung der Kurzarbeitszeit weniger Wochengeld.“  

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