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Wenn das Geschenk nicht "passt"Wann Sie ein Recht auf Umtausch haben

Auch wer mit Liebe schenkt, kann einmal danebengreifen. Auf einen Umtausch im Handel gibt es aber kein generelles Recht. Was Sie beim Einkauf wissen, sollten, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie auch wirklich ein "passendes" Geschenk ausgesucht haben.

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Wer hat es nicht schon erlebt: Das Weihnachtsgeschenk ist leider eine Enttäuschung. Genau das, was im Packerl steckt, hätte man sich selber nie ausgesucht. Aber gibt es überhaupt ein Recht, Waren umzutauschen, nur weil man etwas anderes lieber hätte?

Eines gleich vorweg: "Ein allgemeines gesetzliches Umtausch- oder Rückgaberecht gibt es in Österreich nicht", klären die Experten der Arbeiterkammer auf. Viele Unternehmen bieten jedoch vor allem in der Weihnachtszeit freiwillig an, Waren zurückzunehmen oder umzutauschen. Damit man sich auf dieses Recht berufen kann, muss dies beim Kauf allerdings vereinbart werden. Das Rückgaberecht kann entweder in den Geschäftsbedingungen des Unternehmens oder explizit auf der Rechnung geregelt werden.

"Da dieser Anspruch freiwillig eingeräumt wird, können sich die Unternehmen auch die genauen Bedingungen dafür aussuchen", so die AK. Oft sind Rechnung und Originalverpackung Voraussetzung für die Rückgabe und man erhält statt Bargeld nur einen Gutschein zurück.

Gesetzliches Rücktrittsrecht beim Fernabsatz

Bei Verträgen, die im Fernabsatz (etwa im Internet, Versandhandel oder telefonisch) geschlossen wurden, gibt es, wie die Konsumentenschützer betonen,  ein gesetzliches Rücktrittsrecht, wovon Konsumenten kostenlos und ohne Angabe von Gründen Gebrauch machen können. Sie müssen lediglich das Unternehmen innerhalb von 14 Tagen ab Erhalt der Ware darüber informieren (zum Beispiel per Brief oder E-Mail), dass sie die bestellten Produkte zurücksenden möchten. Aber Vorsicht: Die Feiertage bzw. die Wochenenden verlängern diese 14 Tage  nicht! Weihnachtsgeschenke werden außerdem oft frühzeitig bestellt und geliefert, sodass die Rücktrittsfrist nach den Weihnachtsfeiertagen bereits abgelaufen ist. Einige Internet-Shops bieten daher freiwillig eine längere Rücktrittsfrist an. Achten Sie bei der Bestellung auf eine solche!

Rücksendekosten

Die Kosten für die Rücksendung sind grundsätzlich von den Konsumenten zu tragen, außer der Händler übernimmt die Kosten freiwillig oder hat bei Vertragsabschluss nicht über die Kostenpflicht informiert. Man hat nach der Rücksendung grundsätzlich Anspruch auf Rückzahlung des gesamten Kaufpreises und muss auch keine Gutscheine akzeptieren. Aber Achtung: Von diesem Rücktrittsrecht gibt es auch einige Ausnahmen: So kann man beispielsweise Verträge über Software, die bereits entsiegelt wurde (etwa CD’s, DVD’s, Computerspiele), Sonderanfertigungen oder Tickets für Veranstaltungen nicht mehr widerrufen.

 

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