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Nachbarrechte Streit um eine Hecke: Wer hat das Recht auf seiner Seite?

37 Jahre lang hatte niemand ein Problem mit der Hecke unserer Leserin, jetzt drängt eine Nachbarin auf eine Entfernung und schneidet die Thujen unsachgemäß zurück. Wie das Gesetz derartige Streitfälle regelt.

Wer die Hecke des Nachbarn widerrechtlich schädigt, muss für eine Ersatzpflanzung aufkommen © (c) encierro - stock.adobe.com
 

Unsere Leserin wohnt seit 1983 in einer Eigentumswohnung mit Gartenanteil, der auch im Grundbuch festgehalten ist. „An einer Seite der Gartengrenze habe ich gleich nach meinem Einzug von einem Gartenbaubetrieb eine Thujenhecke pflanzen lasse, die auch jedes Jahr von einem Gärtner gepflegt und geschnitten wurde – mit Einverständnis der Nachbarn auch auf deren Seite. Die Hecke ist jetzt zirka 1,9 Meter hoch“, erzählt sie. In der Nachbarwohnung, zu der auch ein Gartenanteil gehört, wechselten immer wieder die Eigentümer bzw. Mieter. „Bisher hat keinen die Hecke gestört, auch nicht die Dame, die jetzt schon seit ein paar Jahren Eigentümerin der Wohnung ist“, erklärt die Frau. „Jetzt hat sie aber plötzlich die Hecke in der gesamten Länge bis fast zum Kern geschnitten und behauptet, die Hecke stünde zum Teil auf ihrem Grundstück. Die Hecke ist durch den massiven Eingriff kaputt“, erzählt die Leserin und hat drei Fragen: „Erstens: Muss diese Hecke nun entfernt werden, falls die Gartengrenze doch anders verläuft? Zweitens: Handelt es sich um ersessenes Recht, da die Hecke seit mehr als 30 Jahren dort steht? Und drittens: Wer kommt für den Schaden an der Hecke auf, sollte sie - wie es derzeit aussieht - nicht mehr zu retten sein?“

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