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Notizen einer MutterMuttertag anno Coronae

 

Im Allgemeinen nehme ich das Wetter hin, wie es eben kommt. Ziehe die Betten ab, wenn die Wäsche draußen im Wind flattern kann, und lege eine Schreibtischeinheit ein, wenn es regnet. Für den heutigen Muttertag aber habe ich seit einigen Tagen für Sonnenschein gebetet. Nicht unser Haus nämlich, aber unser Garten ist gut geeignet, bei einem Familientreffen die empfohlenen Distanzvorschriften einzuhalten. Wir werden die Tische so aufstellen, dass mein Vater, der derzeit bei uns lebt, vom Balkon aus alle seine Enkelkinder sehen und ihnen das traditionelle monatliche Taschengeld in einem Körberl an einer Schnur hinunterlassen kann.

Meine eigenen Enkelkinder werden heute nicht dabei sein. Es würde mir das Herz brechen, sie nicht in die Arme zu nehmen. Elena könnte mit ihren 17 Monaten wohl auch noch nicht verstehen, dass sie nicht auf ihre Omama zulaufen darf. So werde ich mich bis auf Weiteres darauf beschränken müssen, diesen Ehrennamen aus ihrem Mund via Videotelefon zu hören.

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