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RezepteRote Glücksbringer am Strauch: Die Hagebutten sind reif

Sie können mehr als nur den Tee verfeinern. Die Rosenfrucht stärkt die Immunabwehr und ist vor allem eins - köstlich. Der Frost verbessert ihr Aroma, aber

Frost verstärkt das Aroma der Hagebutten © (c) emer - Fotolia (Manfred Ruckszio)
 

Zur stachelige Angelegenheit kann das Pflücken von Hagebutten, den "Hetschepetsch", werden - vor allem, wenn der Heckenrosenstrauch dicht gewachsen ist. Und das liegt quasi in seiner Natur - wie schon der Wortstamm verheißt ("Hag" bedeutet so viel wie dichtes Gebüsch, althochdeutsch "hagan" Dornstrauch).

Wer die ersten Fröste abwartet, hat meist mit weichen bis matschigen Früchten zu kämpfen, die sich schwer vom Strauch lösen. Der Frost sorgt aber auch dafür, dass die Hagebutten aromatischer werden und die Säure gemildert wird, deshalb empfiehlt es sich abzuwarten und den Früchte morgens mit Handschuhen zu Leibe zu rücken, wenn sie noch gefroren sind.

So werden sie verarbeitet

Grundsätzlich gilt: Eine große Menge Früchte ergibt eine sehr kleine Menge Sirup, Marmelade oder Mus. Am besten, Erwartungshaltung zu Beginn ein wenig zurückschrauben. Beim Einkochen taugt eine "Flotte Lotte" am besten, um das zu Mus verkochte Fruchtfleisch gut von den Kernen zu trennen.

Den Rest, der sich in dem Küchengerät fängt, mit Wasser lösen, aufkochen und noch einmal durch die "Flotte Lotte" passieren. Die Früchte können ohne Stielansatz und Blütenrest im ganzen gekocht werden. Sie von Hand von den haarigen Kernen zu befreien funktioniert zwar auch, braucht aber bedeutend länger.

Herbstfrucht mit herbem Aroma: Hagebutten Foto © (c) S.H.exclusiv - Fotolia

Rezept: Hagebuttensirup

Wer 1/2 kg frische Hagebutten sammelt, mixt sie mit 1/2 Liter Leitungswasser, bis ein feines Mus entsteht. Mit 1/2 kg Rohrzucker mischen und in einem Topf kurz aufkochen, bis die Masse kräftig blubbert - umrühren! Den Sirup in saubere Flaschen füllen. Hält im Kühlschrank ein paar Wochen und stärkt die Immunabwehr.

Rezept: Erdäpfelknödel mit Hagebuttenkern

 

Zutaten

550 g mehlige Erdäpfel, 25 g Butter, 1 EL Öl, 3 Eigelb,
etwas Maizena oder anderes Stärkemehl, Salz, Pfeffer, Muskatnuss, 1 Bund Petersilie, 25 g Butter, frische Hagebutten oder schon fertiges Hagebuttenmus zum Füllen der Knödel.

Zubereitung:

1. Wer nicht sammeln gehen will - Hagebuttenmus oder -mark gibt es auch fertig zu kaufen. Andernfalls die frischen Früchte in einem Topf mit Wasser aufkochen. Es sollte nur so viel Wasser zugegeben werden, dass ein dickes fast streichfähiges Mus entsteht. Nur kurz sprudelnd kochen, damit die Vitamine erhalten bleiben und die Masse durch die Flotte Lotte passieren. Den Rest mit wenig Wasser aus der Küchenform lösen und noch einmal aufkochen und durch das Küchengerät oder ein Sieb passieren und in saubere Gläser füllen. Wer es nicht sofort verbrauchen will, sorgt im Dampfgarer oder im Wasserbad/Backofen für die längere Haltbarkeit. Wer mag, verfeinert das Mark mit Zimt oder würzt mit Chili oder Pfeffer.

2. Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Erdäpfel in leicht gesalzenem Wasser weich kochen, schälen und durch die Erdäpfelpresse drücken oder stampfen. Wie beim Gnocchiteig die dampfenden Erdäpfel auf einem Backblech für 10 Min. in den vorgeheizte Backofen schieben.

3. Die Erdäpfel mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und mit der weichen Butter, der gehackten Petersilie, den drei Eigelb und etwa 2-3 EL Maizena zu einem Teig kneten.

4. Zehn Minuten rasten lassen und dann mehrere kleine (gleich große) Stücke entnehmen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche die einzelnen Teigportionen zu einem flachen Laibchen drücken, eine Mulde machen und diese mit einem Löffel Hagebuttenmus füllen. Den Teig um das Mus regelmäßig verschließen und noch einmal zwischen den bemehlten Handflächen zu Knödeln drehen.

5. In leicht gesalzenem Wasser wallend kochen, bis sie gar sind - dauert je nach Größe zwischen 10 und 15 Minuten. Topf vom Herd ziehen und die Knödel zugedeckt noch ein wenig nachziehen lassen. Schmeckt zu Wildgerichten oder großen Braten.

 

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