Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Rezepte für HolunderblütenDer Holler ist ein Tausendsassa - nicht nur in der Küche

Ob als köstliches Getränk, Creme oder als traditionelles Hausmittel bei Neuralgien oder Arthritis: Holunderblüten betören nicht nur mit ihrem Duft, sie können auch viel.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
© Lumixera/stock.adobe.com (HETIZIA_ChLesjak)
 

Wann und wie sollen Holunderblüten im Mai gesammelt werden, um sie als Getränk, Creme oder für die Hausapotheke verwenden zu können? Manfred Neuhold erklärt in seinem neuesten Buch „Alles Holler“, was zu beachten ist. „Aufgrund der ätherischen Öle auf der Blüte sollen sie nie bei Regen gesammelt werden“, betont er.

Er verweist auf den Schatz an Vitaminen und Mineralstoffen wie Kalium oder Kalzium in der Holunderbeere. „Ob Blüten oder Beeren, Holunder ist immer für kulinarische Höhepunkte und Überraschungen gut“, schwärmt Neuhold und verweist auf eine Holunderblütencreme (Rezept links), Getränke mit Blüten und selbst gemachte Hausmittel gegen Arthritis und Neuralgien.

Hollerkracherl

Zutaten für 5 Liter:

  • 25 Holunderblütendolden
  • 1,5 kg Kandiszucker
  • 125 ml Apfelessig
  • 5 l Wasser
  1. Die Holunderblüten in ein großes Glasgefäß geben, mit dem Kandiszucker bedecken, mit Wasser aufgießen und abschließend den Apfelessig beigeben.
  2. Das mit einem Tuch abgedeckte Glas für 48 Stunden an einen kühlen Ort stellen und den Ansatz ziehen lassen.
  3. Den Ansatz abseihen und in Flaschen abfüllen. Die Flaschen dürfen nicht ganz bis zum Rand gefüllt und sollten stehend gelagert werden. Bis zur Trinkreife braucht das Hollerkracherl noch drei Wochen Lagerzeit an einem nicht zu kühlen Ort.
  4. Das Hollerkracherl ist für den unverdünnten Genuss gedacht. Wem es allerdings zu intensiv oder zu süß schmeckt, den hindert nichts daran, es je nach Geschmack mit Wasser oder Mineralwasser zu verdünnen.

Hollersekt

Zutaten für 5 Liter:

  • 20 Hollerblütendolden
  • 1,5 kg Kristallzucker
  • Saft von 2 Zitronen
  • 5 l Wasser
  1. Hollerblüten und Zucker in ein großes Glasgefäß geben, mit dem Wasser auffüllen und schließlich den Zitronensaft beigeben. Das Glasgefäß mit einem Tuch abdecken und für 24 Stunden an einen kühlen Ort stellen. Während dieser Zeit mehrmals umrühren!
  2. Den Ansatz abseihen und in Flaschen mit Schraubverschluss füllen. Für zwei Wochen an einen kühlen Ort stellen. Die Flaschen müssen stehend gelagert werden und die Verschlüsse wirklich gut schließen – denn nun gärt es in den Flaschen!
  3. Nach zwei Wochen ist der Hollersekt trinkreif. Er verliert aber nicht an Qualität, wenn man ihn etwas länger stehen lässt. Ja, und Vorsicht beim Öffnen der Flaschen! Es schäumt so heftig, wie es sich für einen richtigen Schaumwein gehört!

Buchtipp

Kräuterexperte Manfred Neuhold präsentiert in seinem soeben erschienenen Buch unzählige Rezepte für Holunderblüten und Beeren für Küche, Getränke und für Heilmittel aus der Holler-Apotheke.
Alles mit Holler! 176 Seiten, 16,90 Euro. Erhältlich in Büros der Kleinen Zeitung, shop.kleinezeitung.at  und unter Tel. 0800 5566 40526.

Holunderblütencreme

Mild adstringierende Creme für trockene Mischhaut und normale Haut.

Zutaten für 250 Milliliter:

  • 15 g Bienenwachs
  • 45 g Lanolinanhydrid
  • 125 ml Holunderblütenölauszug
  • 125 ml Holunderblütenabsud

Bienenwachs und Lanolin im Wasserbad schmelzen, langsam das Holunderblütenöl zugeben. Sobald sich die Fettphase auf 70 Grad Celsius erwärmt hat, den Holunderblütenabsud (muss ebenfalls 70 Grad Celsius haben!) tropfenweise zugeben und unterrühren. Dann abkühlen und setzen lassen, noch einmal durchrühren und abfüllen.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.