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Besuch in SchottlandThe Macallan: Ein Königreich für den Whisky

Er ist einer der besten Whiskys der Welt und vielfach preisgekrönt: The Macallan reift nun unter einem spektakulären Holzdach aus Designerhand.

In der Macallan-Destillerie in Craigellachie: Eichenfässer © (c) Mark Power/Magnum Photos (Mark Power/MAGNUM PHOTOS)
 

Der Weg ist das Ziel - zumindest, wenn man in den Norden Schottlands aufbricht. Es geht Richtung Speyside, in jene Region rund um den Fluss Spey, an dessen Tropf rund 50 Whisky-Brennereien hängen. Zottelige Rindviecher, knuddeldicke Schafe und Ruinen wie vom Highlander persönlich verlassen – unweigerlich drosselt man das Tempo, um die Schönheit der Landschaft in sich aufzusaugen.

Nebel steigt auf und in der Ferne taucht schemenhaft eine Hügelkette auf. Nur dass hinter den „Hügeln“ in Wirklichkeit eine äußerst komplexe Dachkonstruktion steckt. Und dass unter diesem Dach einer der besten Whiskys der Welt produziert wird.

Einblicke in die Welt des Macallan: Whisky-Universum

Dachkonstruktion

Rund 207 Meter lang und nahezu so groß wie zwei Fußballfelder: das Dach der Macallan-Destillerie in Craigellachi, Spyside.

(c) Mark Power/Magnum Photos (Mark Power/MAGNUM PHOTOS)

Brennblasen

Als Besucher nimmt man den Whiskypfad im Inneren - beginnend mit der Produktion.

(c) Mark Power/Magnum Photos (Mark Power/MAGNUM PHOTOS)

Kupfer

Seit dem Anfang der 60er-Jahre stellt die Macallan Destillerie Single Malt Whiskys her. Vorher wurde für große Blends produziert.

(c) Mark Power/Magnum Photos (Mark Power/MAGNUM PHOTOS)

Am Ufer der Spey

Die altehrwürdige Produktion der Whiskybrennerei in Easter Elchies. The Macallan war 1824 eine der ersten legalen Brennereien in Schottland. Die Tradition geht aber bis ins Mittelalter zurück.

The Macallan

Master of Wood

Stuart MacPherson ist Master of Wood bei Macallan - auf ihn geht das neue Farbleitsystem zurück. Die Whiskys werden statt nach Alter, nach Farbe klassifiziert. Macallan Whiskys lagern in Sherry- und Bourbonfässern.

The Macallan

Besucherzentrum

Eine Glaswand mit unzähligen Macallan Whiskys begrenzt das Besucherzentrum. Dazu werden digital alle Besonderheiten der einzelnen Sorten aufgezeigt.

(c) Mark Power/Magnum Photos (Mark Power/MAGNUM PHOTOS)

Eichenfässer

Im Inneren der Destillerie.

(c) Mark Power/Magnum Photos (Mark Power/MAGNUM PHOTOS)

Trilogie

Sherryfässer prägen die Abfüllungen wie etwa The Macallan Trilogie. Die Oloroso-Fässer stammen aus dem eigenen Sherry-Gut.

The Macallan
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„The Macallan“ hat Weltruf. Nicht etwa, weil ihn James Bond in zwei Filmen trinkt. Das Produkt selbst spricht für sich – die Qualität ist herausragend und vielfach preisgekrönt, die handwerkliche Kunst dahinter vollendet. Schon Autor Robert Louis Stevenson nannte Whisky schlicht „king o’drinks“, den König unter den Drinks. Lange bevor er den Rum entdeckte, zur Feder griff und mit der „Schatzinsel“ weltbekannt wurde. Doch welches Schloss die Macallan-Destillerie ihrem König hier in Craigellachie erbauen würde, hätte er sich wohl nie träumen lassen.

 

Unter vier der „Hügel“ erstrecken sich die Kupferkessel der Destillerie. Knapp 27 Meter misst die Höhe unter der größten Kuppel des Besucherzentrums. Ein Link zur Heimat: Etwa 380.000 Einzelteile des gewaltigen Holzdaches wurden in Österreich gefertigt. Binnen fünf Monaten fügte man die Teile dann in Schottland zusammen.

Abgekapselt von dem Besucherstrom reift der Macallan in Sherry-Eichenfässern aus eigener Produktion. Er schmeckt niemals rau, scharf oder eckig wie so mancher Whisky von den Inseln. Nie so, als würde man eine Handvoll schottische Oberfläche mit den Zähnen abkratzen. Im Gegenteil. Er schmiegt sich rund und weich an den Gaumen, gibt honigsüßen und Zitrusnoten, Karamell, Rosinen und Zimt ein gemeinsames Zuhause.

Leitfaden Verkostung

Schon Bond, James Bond, trank Macallan M - allerdings hurtiger, als es ihm gebührt.
So kostet man Whisky richtig:
Glas. Am besten eignet sich ein dünnwandiges, bauchiges Glas, das sich nach oben verjüngt und am Rand leicht nach außen gewölbt ist. Die Eiswürfel bleiben im Kühlfach, genossen wird Single Malt zimmerwarm.
Optik. Zunächst wird das Glas leicht gekippt, mit einem kurzen Schlenker sorgt man dafür, dass die Flüssigkeit sich im Glas dreht. Dann hält man es wieder gerade und achtet auf Farbe und Schlieren – sind sie stark ausgeprägt, ist der Alkoholgehalt vermutlich höher und der Whisky sollte recht vollmundig sein.
Geruch. Langsam das Glas zur Nase führen und schnuppern. Zwischendurch immer wieder schwenken – das Aroma verändert sich im Laufe der Zeit.
Geschmack. Wenn man einen ersten Eindruck gewonnen hat, wird verkostet. Langsam einen Schluck im Mund verteilen und nachschmecken: Ist der Whisky trocken, salzig, torfig ...? Und hinterlässt er nach dem ersten Schluck Schärfe, Süße, Rauch ...?

Der Macallan ist ein stilles Getränk. Fast könnte man meinen, er strahle auch im Glas noch die Ruhe aus, die ihm in den Jahren im Eichenfass so gut bekommt. Auch wenn es rund um den Whisky mitunter recht turbulent zugeht. Etwa bei einer Versteigerung wie der im Oktober 2018. Als eine seltene, 60 Jahre alte Flasche Macallan Valerio Adami 1926 in Edinburgh für den bislang höchsten Preis in der Geschichte – 947.000 Euro – verkauft wurde. Darauf - und auf die neue Destillerie - einen Toast.

 

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