Was tun?60.000 Tonnen Brot landen in Österreich jährlich im Müll

Speziell beim Brot-Angebot am Abend brauche es Mut zur Lücke, heißt es von Greenpeace. Der Handel soll den Kunden vermitteln, dass volle Brotregale zum Ladenschluss der Umwelt schaden.

Jährlich landen in Österreich rund 60.000 Tonnen an Backwaren im Müll
Jährlich landen in Österreich rund 60.000 Tonnen an Backwaren im Müll © APA/dpa-Zentralbild/Jan Woitas
 

Jährlich landen in Österreich rund 60.000 Tonnen an Backwaren im Müll. Die Supermärkte Interspar, Spar und MPreis setzen aktuell die besten Maßnahmen, um Brotabfälle zu vermeiden, teilte die Umweltschutzorganisation Greenpeace am Freitag mit. Sieger bei der Auswahl an Mischbrot in Bio-Qualität ist Merkur, den zweiten Platz teilen sich Billa und MPreis.

"Brot ist kostbar und wird aufwendig produziert", betonte Greenpeace-Konsumentensprecherin Nunu Kaller. Zur Abfallvermeidung müssten alle Supermärkte noch mehr tun. Speziell beim Angebot am Abend brauche es Mut zur Lücke: Der Handel könne den Kunden vermitteln, dass volle Brotregale zum Ladenschluss der Umwelt schaden.

UMFRAGE

Brot wohin man schaut auch noch um 19 Uhr: Würden Sie auf volle Brotregale im Supermarkt verzichten?

Diese Umfrage ist seit Sonntag, 20. Mai 2018 23:59 Uhr zu Ende!

Um 50 Prozent reduziert

Interspar, Spar und MPreis legen diesbezüglich vor und bieten ihren Kunden Backwaren bereits am selben Tag um 50 Prozent reduziert an. Die Mehrheit der Supermärkte verkauft Brot vom Vortag verbilligt. Zudem wird in den meisten Supermarktfilialen überschüssiges Brot an soziale Einrichtungen weitergegeben.

Doch die Menge an entsorgten Backwaren sei weiterhin zu groß, kritisierte die NGO. Nicht nur im Handel werden Brot und andere Backwaren weggeschmissen, rund die Hälfte dieser Lebensmittelabfälle entsteht im Haushalt. Maßnahmen, wie etwa das Einfrieren von Brotresten oder das Verarbeiten zu Suppeneinlagen helfen, damit Brot nicht im Restmüll landet.

 

Kommentare (8)

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pqs
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Besser kleinere Mengen

Ich finde auch die großen Einheiten schlecht. Ich kaufe lieber 4x in der Woche einen kleinen Laib frisches Brot als einmal in der Woche einen großen Laib, damit ich den Rest der Woche altes Brot essen kann. Da wird dann natürlich zuhause auch noch mehr weggefworfen.

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Mein Graz
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@pqs

Wenn man einen Gefrierschrank oder eine -truhe hat, wird nichts weggeworfen.
Brot in so große Stücke teilen wie man weiß, dass es gegessen wird und einfrieren!
Sogar in Scheiben kann man es einfrieren, das taut auch noch schneller auf.
Wichtig ist, dass man es luftdicht verpackt.

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Balrog206
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Soviele

Bedürftige die gespendetes Brot von den Ketten bekommen sollten , gibt’s garnicht !!! Das sagen die nur damit’s besser da stehen ! Nehmen wir an das nur 15 kg Brot in jedem Supermarkt über bleiben !!! Welch enorme Menge wöre den das pro Tag !!!!

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Christianofner
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wir backen selber.....

Geht einfach, schmeckt gut, ich weiß wo die Zutaten herkommen und kein einziges Stück Brösel wandert in den Müll. So schauts aus ;-) Wer mal Lust zum Selberbacken hat: www.derbackprofi.at

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Mein Graz
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@Christianofner

Da sind gute Rezepte, das stimmt. Allerdings muss man, wenn man nicht alle Zutaten dort kauft, etwas Erfahrung mitbringen, weil man manches umrechnen oder durch "fremde" Zutaten ersetzen muss.
(Etwa bei Verwendung von eigenem Sauerteig)

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Kormoran
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sehr guter Ansatz

ich glaube auch dass die Aussage - der Kunde will bis zum Ladenschluss volle Brotregale - nur von der Wirtschaft so erfunden wurde. wenn ich um 19Uhr noch einkaufe muss ich damit rechnen dass vielleicht nicht mehr viel da ist. persönlich hab ich kein Problem damit, und kenne in meinem Umfeld keinen der das anders sieht.

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silentbob79
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Ja sicher,

der Handel hat's erfunden, und produziert freiwillig nach 18:00 50% für die Tonne ...

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Mein Graz
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@silentbob79

Durch Werbung wird den Menschen suggeriert, was sie "wollen". Später davon wieder loszukommen ist äußerst schwierig, und dann muss, um den Konsumenten nicht zu verärgern oder zur Konkurrenz zu treiben, der Standard aufrecht erhalten bleiben.

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