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Koralm: Ein Pilz um 2000 Euro

Eine Pilzexpedition mit Teilnehmern aus der Steiermark und aus Kärnten fand einen sehr seltenen japanischen Pilz.

© Friebes
 

Da staunten die Teilnehmer einer steirisch-kärntnerischen Pilzexpedition unter der Leitung des Joanneums im Koralmgebiet nicht schlecht: Ein eher unscheinbarer Pilz entpuppte sich als seltener Matsutake. Ein japanischer Pilz, der dort als absolute Delikatesse gilt und um bis zu 2000 Euro über den Ladentisch geht. "Es ist erst der fünfte Fund in Österreich", berichtet Gernot Friebes, Pilzexperte von Joanneum. "Bei uns ist der Pilz gänzlich unbekannt, obwohl man weiß, dass er in den Alpen und auch in den USA vorkommt. Er ist aber extrem selten." Mit dabei war der Kärntner Verein für Pilzkunde.

Das Bestimmen des Matsutake war nicht schwer: "Der Fruchtkörper ist sehr typisch, und er verströmt einen besonderen süßlich-betörenden Geruch", berichtet Friebes. Der Pilz wird nun als "Herbarbeleg" hinterlegt. Das heißt, er wird getrocknet, geschnitten und dann aufbewahrt. "Es ist ein Beleg, dass man ihn hier gefunden hat, und er kann zu wissenschaftlichen Zwecken untersucht werden." Im Universalmuseum Joanneum lagern mehrere Zehntausend Herbarbelege.

Am kommenden Mittwoch veranstaltet das Joanneum im Joanneumsviertel wieder den Pilzbestimmungs-Nachmittag. Zwischen 10 und 16 Uhr kann jeder mit Pilzen kommen, die dann von Experten begutachtet werden. Daraus entsteht dann eine Ausstellung. Der Eintritt ist frei.

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